Vereinigte Staaten - Ekhbary Nachrichtenagentur
Der berühmte Investor Michael Burry, bekannt für seine präzise Vorhersage des Zusammenbruchs der Immobilienblase Mitte der 2000er Jahre, hat eine düstere Warnung bezüglich des florierenden Sektors der künstlichen Intelligenz (KI) ausgesprochen. Burry, bekannt aus 'The Big Short', beschrieb den KI-Boom als eine 'Blase, die zu groß ist, um gerettet zu werden', und stelle eine erhebliche Bedrohung für den Aktienmarkt und die gesamte Wirtschaft dar. Seine Bedenken äußerte er am späten Dienstag in einem Post auf X, wo er Skepsis gegenüber der Fähigkeit jeder Regierung äußerte, die Auswirkungen abzumildern.
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Die drohende Gefahr einer unrettbaren Blase
Burry schrieb: „Die Regierung wird alles tun, um die KI-Blase zu retten, um den Markt zu retten, um die Wirtschaft zu retten. Das Problem ist zu groß, um gerettet zu werden.“ Diese beunruhigende Aussage folgte auf einen Post von George Noble, einem ehemaligen Hedgefondsmanager und Assistenten des legendären Investors Peter Lynch bei Fidelity, der behauptete: „OPENAI FÄLLT IN ECHTZEIT AUSEINANDER.“ Noble hob zahlreiche Herausforderungen hervor, mit denen der ChatGPT-Entwickler konfrontiert ist, darunter intense Konkurrenz von Rivalen wie Googles Gemini 3, explodierende Betriebskosten, wachsende Verluste und eine hochkarätige Klage von Elon Musk.
„Das ist nicht überraschend und wird nicht mit OpenAI enden“, antwortete Burry auf X und betonte, dass die immensen Summen, „die von den reichsten Unternehmen der Welt ausgegeben und verliehen werden, nicht genug Zeit kaufen werden – per Definition einer Manie.“ Burry, der Ende letzten Jahres von der Führung eines Hedgefonds zum Schreiben auf Substack überging, hatte zuvor OpenAIs „traumhaftes“ Ausgabenziel von 1,4 Billionen Dollar über acht Jahre kritisiert und es als finanziell unhaltbar angesehen.
Der Einsatz der Tech-Giganten und historische Parallelen
Obwohl OpenAIs annualisierte Einnahmen von 2 Milliarden Dollar im Jahr 2023 auf über 20 Milliarden Dollar im letzten Jahr gestiegen sind, wie der Finanzchef des Unternehmens mitteilte, hat Burry immer wieder Parallelen zwischen dem Unternehmen und den warnenden Geschichten der Dotcom-Ära gezogen. Anfang Dezember behauptete er: „OpenAI ist das nächste Netscape, dem Untergang geweiht und blutet Geld.“
Der konträre Investor, gefeiert für seine vorausschauenden Marktprognosen, äußerte sich auch überrascht, dass das Startup „ein Billionen-Dollar-Infrastruktur-Rennen ausgelöst hat“, und gab an, dass er OpenAI shorten würde, wäre es ein börsennotiertes Unternehmen. Es ist bemerkenswert, dass Amerikas acht wertvollste börsennotierte Unternehmen – Nvidia, Alphabet, Apple, Microsoft, Amazon, Broadcom, Meta und Tesla – allesamt Tech-Giganten sind, die stark in KI investieren. Jedes verfügt über eine Marktkapitalisierung von über 1 Billion Dollar, und zusammen werden sie auf über 22 Billionen Dollar geschätzt, was das Ausmaß der KI-getriebenen Marktexpansion unterstreicht.
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Expertenspaltung und Lehren aus der Geschichte
Experten erinnern sich oft an das Eingreifen der Bundesregierung, um die „too big to fail“-Banken während der Finanzkrise 2008 zu retten. Diese Entscheidung, die einen größeren Zusammenbruch verhinderte, stieß jedoch auf breite Kritik aufgrund der begrenzten Unterstützung für betroffene Personen. Burrys aktuelle Einschätzung deutet darauf hin, dass die Größe der KI-Blase selbst diese historische Herausforderung in den Schatten stellen könnte, wodurch sie wirklich „unrettbar“ würde.
Der KI-Boom spaltet weiterhin die Expertenmeinungen, wobei einige ihn als echte technologische Revolution und andere als flüchtige Euphorie betrachten. Jeremy Grantham, ein erfahrener Investor und Blasen-Historiker, erklärte kürzlich, dass „die Wahrscheinlichkeit, dass KI nicht platzen wird, gering bis null ist.“ Im Gegensatz dazu erklärten „Shark Tank“-Star Kevin O'Leary und Tech-Investor Ross Gerber im vergangenen Herbst dem Ekhbary Portal, dass sie sich keine Sorgen machten, da KI die Produktivität ankurbelte und schnelles Wachstum befeuerte. Die kommenden Monate werden zeigen, welche Perspektive sich als richtig erweist.