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Friday, 06 February 2026
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30 Jahre im Handwerk: Das Buch eines Zimmermanns über Werkzeuge und Leben

Eine tiefgehende Erkundung des Handwerks, der Geschichte und

30 Jahre im Handwerk: Das Buch eines Zimmermanns über Werkzeuge und Leben
Matrix Bot
4 hours ago
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Naher Osten - Ekhbary Nachrichtenagentur

30 Jahre im Handwerk: Das Buch eines Zimmermanns über Werkzeuge und Leben

Das Buch mit dem Titel "Die Werkzeuge und das Leben des Zimmermanns" präsentiert sich als vielschichtiges Werk, ähnlich einem Chamäleon, das Farben und Formen wechselt. Anfänglich erscheint es wie eine Enzyklopädie, die dem Handwerk gewidmet ist. Es kategorisiert sorgfältig 52 verschiedene Zimmermannswerkzeuge in acht umfassende Gruppen und beschreibt detailliert deren spezifische Anwendungen. Die Tiefe und Breite der Informationen übertrifft das, was man typischerweise auf beliebten Webportalen findet, angereichert durch detaillierte Erklärungen, Illustrationen und Fotografien, die das Aussehen jedes Werkzeugs lebendig darstellen. Diese visuelle Hilfe ist von unschätzbarem Wert für das Verständnis der Feinheiten von Werkzeugdesign und -funktion.

Das Buch geht jedoch über einen reinen Werkzeugkatalog hinaus und entwickelt sich zu einer historischen Erzählung. Es bietet einen faszinierenden Einblick in die Vergangenheit und enthüllt beispielsweise, dass der "Baru-Hammer" (빠루망치) – gekennzeichnet durch seinen flachen Kopf und seinen leicht gebogenen, gespaltenen Schwanz – nach der Befreiung Koreas weit verbreitet war, angestoßen durch die Einführung der "2x4-Baumethode" durch die US-Armee. Diese Technik nutzte in Fabriken hergestellte Materialien und Nägel für Bauarbeiten, was bedeutete, dass Zimmermannsleute jener Zeit, oft als "Befreiungs-Zimmermann" (해방목수) bezeichnet, ihren Lebensunterhalt allein durch das Meistern des Nageltreibens verdienen konnten. Das Buch beschwört ein starkes Bild dieser Handwerker herauf, die mit "Baru-Hämmern" in den Händen durch Baustellen zogen, mit Stoff-Nageltaschen (Ledertaschen kamen in den 1990er Jahren auf) um die Hüften geschnallt.

Darüber hinaus fungiert das Buch als ein fesselndes "Arbeitstagebuch", das durch Details, die nur durch praktische Erfahrung zugänglich sind, Neugier weckt. Es korrigiert gängige Missverständnisse, wie etwa die primäre Verwendung von Zangen (니퍼). Viele könnten annehmen, dass Zangen ausschließlich zum Schneiden von Drähten dienen, eine Ansicht, die der Autor auf buchbasiertes Lernen zurückführt. Auf der Baustelle sind Zangen entscheidend, um hartnäckige Nägel zu ziehen, die mit anderen Werkzeugen schwer zu entfernen sind. Das Schneiden von Drähten, so klärt der Autor, erfolgt mit Eisenscheren. Das Buch vermittelt auch praktische "Life Hacks", die selbst für Personen außerhalb des Zimmermannshandwerks nützlich sind. Zum Beispiel wird die häufige Frustration, dass die Klinge eines Cuttermessers beim Schneiden von dickem Papier wiederholt bricht, mit einer einfachen und genialen Lösung angegangen: Das Erhitzen der Klinge mit einem Feuerzeug. Das Prinzip dahinter wird erklärt – das Erhitzen stärkt das Metall, indem es seinen Kohlenstoffgehalt reduziert und somit seine Steifigkeit erhöht. "Je röter es glüht, desto zäher wird es", heißt es im Text.

Schließlich gipfelt das Buch in einem zutiefst persönlichen "Essay", durchdrungen von menschlichen Emotionen und den greifbaren Realitäten des Handwerks. Es malt bewegende Bilder von Zimmerleuten, die unter "Tennisarm" (엘보) leiden und ihren Unterarm zur Schmerzlinderung sanft drücken. Es beschreibt die unbeholfenen Haltungen, die bei der Arbeit in engen Räumen eingenommen werden, ein langer Hammer, der aus einer Hüftscheide auf dem Boden ruht, oder die sorgfältige Balance, die beim Erklimmen von Höhen erforderlich ist, mit einem Hammer auf der einen Hüfte und einer Nageltasche auf der anderen. Die außergewöhnliche Schreibfähigkeit des Autors, kombiniert mit fast 30 Jahren praktischer Erfahrung als Zimmermann, ermöglicht diese chamäleonartige Verwandlung des Charakters des Buches. Die Verwendung von umgangssprachlichen Feldtermen wie "nippa" (니빠), "doraiba" (도라이바) und "yarikiri" (야리끼리) anstelle von Standardbegriffen wie Zange, Schraubendreher und Endbearbeitung, stärkt nicht nur das Gefühl der Authentizität, sondern vermittelt auch ein tiefes Gefühl des Stolzes für die Arbeitskraft.

Dieses Werk bietet ein einzigartiges Fenster in die Welt des Zimmermannshandwerks und präsentiert es nicht nur als Beruf, sondern als Lebensweise, die mit Geschichte, Kultur und menschlicher Widerstandsfähigkeit verknüpft ist. Es lädt die Leser ein, die Tiefe dieses traditionellen Handwerks zu würdigen und die vielfältigen Erfahrungen derer zu verstehen, die ihr Leben dem Formen von Holz und dem Bau unserer Welt widmen.

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