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Wednesday, 20 May 2026
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EU hofft auf Orbáns Niederlage, erwartet aber keine Totaländerung

Ungarn-Wahlen: Erwartungen und Realität

EU hofft auf Orbáns Niederlage, erwartet aber keine Totaländerung
Abd Al-Fattah Yousef
1 month ago
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Ungarn - Ekhbary Nachrichtenagentur

In Brüssel und den meisten EU-Hauptstädten blickt man gespannt auf die bevorstehenden Wahlen in Ungarn und hofft auf eine Niederlage von Viktor Orban. Sein Ausscheiden aus den Sitzungen des Europäischen Rates würde die Entscheidungsfindung erheblich erleichtern, insbesondere bei der 90-Milliarden-Euro-Kreditlinie für die Ukraine, und die direkte Verbindung nach Moskau kappen, die die derzeitige ungarische Regierung darstellt. Die Europäische Kommission hat bereits besorgniserregende Berichte über eine mögliche Koordination der ungarischen Regierung mit Russland veröffentlicht, die gegen die Sicherheitsinteressen der EU gerichtet sein könnte.

Diplomatische Kreise äußern die Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation, einschließlich Fortschritten bei der Rechtsstaatlichkeit und einem weniger blockierenden Verhalten Ungarns gegenüber der Ukraine. Es besteht die Erwartung, dass eine neue Regierung die Blockaden aufheben könnte, die von vielen als Erpressung oder bewusste Behinderung wahrgenommen werden. Gleichzeitig herrscht in Brüssel eine doppelte Vorsicht. Erstens wird nicht erwartet, dass ein Sieg des Oppositionsführers Péter Magyar sofortige und umfassende Veränderungen mit sich bringt. Zweitens besteht trotz der Umfragen die Befürchtung, dass die Dinge schiefgehen könnten, und es werden Pläne für den Fall eines Verbleibs Orbans an der Macht erwogen.

Die Bedeutung einer Zweidrittelmehrheit im Parlament, die für grundlegende Gesetzesänderungen notwendig ist, wird betont. Obwohl einige Umfragen darauf hindeuten, dass Magyar diese Hürde erreichen könnte, bleiben die Verantwortlichen in der EU zurückhaltend. Nach fast 16 Jahren Fidesz-Herrschaft werden Reformen schwer umzukehren sein. Zudem gilt Ungarn nicht als das pro-europäischste Land, was die Erwartungen dämpft und die Situation komplexer macht.

Tags: # Ungarn # Viktor Orban # Europäische Union # Wahlen # Ukraine # Russland # Péter Magyar # Politik # Rechtsstaatlichkeit