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Thursday, 05 February 2026
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Kontroverse um Saif al-Islam Gaddafis Schicksal: Anwalt behauptet Tod, Brigade 444 dementiert Beteiligung

Eine überraschende Ankündigung wirft Fragen zum angeblichen

Kontroverse um Saif al-Islam Gaddafis Schicksal: Anwalt behauptet Tod, Brigade 444 dementiert Beteiligung
Matrix Bot
1 day ago
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Libyen - Ekhbary Nachrichtenagentur

Kontroverse um Saif al-Islam Gaddafis Schicksal: Anwalt behauptet Tod, Brigade 444 dementiert Beteiligung

Die Ungewissheit um das Schicksal von Saif al-Islam Gaddafi, dem Sohn des verstorbenen libyschen Führers Muammar Gaddafi, ist nach einer überraschenden Ankündigung seines Rechtsberaters, der seinen Tod durch eine Kommandoeinheit behauptet, wieder aufgetaucht. Diese Erklärung, die ohne offizielle Details zu den Ursachen, dem Zeitpunkt oder dem Ort des Vorfalls erfolgte, hat in libyschen und internationalen Kreisen eine Welle von Fragen und Zweifeln ausgelöst. Diese Skepsis ist besonders ausgeprägt angesichts der kategorischen Dementierung durch die Brigade 444 – Qital, eine prominente Militärformation im Westen Libyens, die erklärte, keinerlei Verbindung zu jüngsten Zusammenstößen in Zintan oder zur Verfolgung von Saif al-Islam zu haben.

Saif al-Islam Gaddafi war seit dem Ausbruch der Februarrevolution 2011, die das Regime seines Vaters stürzte, eine zentrale und kontroverse Figur. Nach dem Fall von Tripolis verschwand er aus der Öffentlichkeit, bevor er im November 2011 im Süden Libyens von bewaffneten Gruppen aus Zintan gefangen genommen wurde, der Stadt, die ihn viele Jahre lang festhielt. Trotz gerichtlicher Urteile gegen ihn, darunter ein Todesurteil in Abwesenheit im Jahr 2015 von einem Gericht in Tripolis, wurde er nie an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) ausgeliefert, der einen Haftbefehl wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen ihn erlassen hatte. Im Jahr 2017 gab die Abu Bakr al-Siddiq Brigade in Zintan, die ihn festhielt, seine Freilassung gemäß einem vom libyschen Parlament erlassenen allgemeinen Amnestiegesetz bekannt, doch sein Schicksal blieb von Geheimhaltung und Spekulationen umgeben.

Die jüngste Ankündigung seines Todes, die seinem Berater Khaled al-Zaidi zugeschrieben wird, öffnet die Tür für mehrere Szenarien. Einerseits könnte diese Erklärung ein Versuch sein, Spekulationen über seine Existenz zu beenden oder ihn dauerhaft von der politischen Bühne zu entfernen, sei es wahr oder nur ein kalkuliertes Gerücht. Andererseits glauben einige Analysten, dass das Fehlen zuverlässiger Details und unabhängiger Quellen zur Bestätigung der Nachricht sie höchst fragwürdig macht und potenziell Teil umfassenderer politischer Manöver in Libyen sein könnte, einem Land, das eine kontinuierliche Spaltung und Konflikte erlebt.

Die Dementierung jeglicher Beteiligung durch die Brigade 444 – Qital ist in diesem Zusammenhang besonders bedeutsam. Diese Brigade, angeführt von Mahmoud Hamza, gilt als eine der einflussreichen Militärkräfte in der westlichen Region mit erheblichem Einfluss in Tripolis und seiner Umgebung. In ihrer Erklärung bekräftigte die Brigade ihre Nichtbeteiligung an Zusammenstößen in Zintan oder an der Verfolgung von Saif al-Islam und betonte ihr Engagement für Stabilität und Sicherheit. Diese explizite Dementierung deutet darauf hin, dass die Brigade nicht mit Ereignissen in Verbindung gebracht werden möchte, die die Sicherheits- und politische Landschaft weiter komplizieren könnten, insbesondere angesichts der Tatsache, dass Zintan lange Zeit eine Hochburg für die Inhaftierung von Saif al-Islam war.

Diese Entwicklungen ereignen sich zu einem sensiblen Zeitpunkt für Libyen, da internationale und lokale Bemühungen fortgesetzt werden, eine politische Lösung für die anhaltende Krise zu finden, inmitten erheblicher Herausforderungen im Zusammenhang mit der Vereinigung von Institutionen und der Beendigung der Spaltung zwischen Ost und West. Jede Nachricht über eine Persönlichkeit wie Saif al-Islam Gaddafi, die für einen Teil der Libyer immer noch eine gewisse symbolische Bedeutung hat, könnte Auswirkungen auf diese Bemühungen haben, entweder durch die Anheizung von Spannungen oder durch die Verschiebung potenzieller Machtverhältnisse.

Weitere unabhängige Untersuchungen und Transparenz sind erforderlich, um die Wahrheit hinter dieser Ankündigung aufzudecken. In Ermangelung materieller Beweise oder glaubwürdiger Zeugenaussagen bleibt Saif al-Islam Gaddafis Schicksal in einem Meer von Gerüchten und Spekulationen versunken, was den Zustand des Chaos und der Unsicherheit widerspiegelt, der die libysche Szene mehr als ein Jahrzehnt nach dem Sturz des Gaddafi-Regimes weiterhin dominiert. Während sich die Aufmerksamkeit auf neue Entwicklungen richtet, bleibt die dringende Notwendigkeit bestehen, die Einheit und die Institutionen zu stärken, um die Vergangenheit abzuschließen und eine stabile Zukunft für Libyen aufzubauen.

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