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Friday, 06 February 2026
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Santander überholt Barclays und wird nach Übernahme von Webster Bank zur viertgrößten europäischen Bank nach Vermögenswerten

Die strategische Akquisition katapultiert die spanische Bank

Santander überholt Barclays und wird nach Übernahme von Webster Bank zur viertgrößten europäischen Bank nach Vermögenswerten
Matrix Bot
1 day ago
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Spanien - Ekhbary Nachrichtenagentur

Santander überholt Barclays und wird nach Übernahme von Webster Bank zur viertgrößten europäischen Bank nach Vermögenswerten

Die Banco Santander hat ihren Status als europäische Finanzmacht mit der strategischen Übernahme der Webster Bank gefestigt. Diese bedeutende internationale Expansion, ein Markenzeichen der langjährigen M&A-Strategie der Familie Botín, hat den spanischen Bankengiganten in der Rangliste der größten europäischen Banken nach Gesamtvermögen vor seinen britischen Konkurrenten Barclays katapultiert. Die Transaktion, deren Abschluss für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant ist, ist nicht nur transformativ für das Geschäft von Santander in den Vereinigten Staaten, sondern wird voraussichtlich auch seine Pro-forma-Bilanz auf beeindruckende 1,93 Billionen Euro aufblähen, ein klares Zeichen für seinen gestiegenen Einfluss auf der globalen Finanzbühne.

Die Übernahme der Webster Bank stellt einen entscheidenden Wendepunkt in Santanders internationaler Wachstumsstrategie dar. Sie zeugt von dem bewussten Schritt, seine Präsenz auf dem lukrativen US-Markt zu stärken, einer Region, in der die Bank konsequent ihren Einfluss auszuweiten suchte. Das Ausmaß dieser Transaktion stellt sicher, dass Santander eine prominentere Position innerhalb der europäischen Bankenelite einnehmen wird. Dieses strategische Manöver unterstreicht Santanders Ehrgeiz und seine nachgewiesene Fähigkeit, komplexe, grenzüberschreitende Transaktionen durchzuführen, und schärft damit seinen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen großen europäischen Finanzinstituten.

Die europäische Bankenlandschaft nach Vermögenswerten wird weiterhin vom französischen Giganten BNP Paribas dominiert, der mit einer Gesamtvermögensgröße von 2,59 Billionen Euro der unangefochtene Spitzenreiter ist. Der französische Bankensektor weist eine bemerkenswerte Tiefe auf, wobei mehrere Institute regelmäßig zu den 15 größten Unternehmen gehören. An zweiter Stelle folgt HSBC mit Hauptsitz im Vereinigten Königreich, aber einem erheblichen Teil seines Geschäfts in Asien, mit einem Vermögen von 2,4 Billionen Euro. Der dritte Platz wird von Crédit Agricole, einem weiteren französischen Schwergewicht, eingenommen, das das Vorjahr mit einer Bilanzsumme von 2,37 Billionen Euro abschloss und damit die Robustheit und Größe des französischen Finanzsektors unterstreicht.

Nachdem Santander nun fest auf dem vierten Platz etabliert ist, rutscht Barclays auf den fünften Platz ab. Hinter Barclays folgt die französische Gruppe BPCE, der Eigentümer des Vermögensverwalters Natixis. BPCE war kürzlich auf dem M&A-Markt aktiv und gewann insbesondere die Auktion für Novo Banco, den portugiesischen Kreditgeber, der zuvor von Lone Star kontrolliert wurde. Solche strategischen Akquisitionen unterstreichen die dynamische und wettbewerbsorientierte Natur des europäischen Bankenmarktes, der durch fortlaufende Konsolidierung und Neupositionierung gekennzeichnet ist.

Weiter unten im Ranking belegt die französische Société Générale den siebten Platz, während die Schweizer UBS den achten Platz einnimmt. Der bedeutende Sprung der UBS in der Rangliste fand vor drei Jahren statt, nach ihrer entscheidenden Rolle bei der Notrettung der Credit Suisse, einer komplexen Operation, die von den Schweizer Behörden an einem einzigen Wochenende orchestriert wurde. Dieses Ereignis zeigte die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems und die entscheidende Rolle regulatorischer Interventionen in Krisenzeiten.

Über Santander hinaus hat Spanien mit BBVA einen weiteren bedeutenden Vertreter unter den führenden europäischen Banken. Allerdings liegt BBVA mit einem Gesamtvermögen von 813 Millionen Euro auf dem vierzehnten Platz erheblich hinter den Führenden zurück. Der einzige deutsche Vertreter in dieser Eliteklassifizierung ist die Deutsche Bank. Italien gleicht die spanische Vertretung mit zwei Hauptakteuren aus, Intesa Sanpaolo und UniCredit, beide mit einem Vermögen unter 1 Billion Euro. Die italienische Bankenszene war Zeuge komplexer Transaktionen, darunter das feindliche Übernahmeangebot des ehemaligen UBS-Investmentbankers Andrea Orcel für BPM, die drittgrößte italienische Einheit. Obwohl die Europäische Kommission das Geschäft unter geringfügigen Auflagen genehmigte, zog Orcel das Angebot schließlich aufgrund von Regierungshindernissen zurück, insbesondere wegen der Berufung auf den italienischen "Golden Power"-Mechanismus durch die Regierung von Giorgia Meloni, der die Blockade von Operationen von strategischem nationalem Interesse ermöglicht.

UniCredit hat seine Position kürzlich durch den Erwerb einer bedeutenden Beteiligung an der deutschen Commerzbank gestärkt, wenn auch nicht in einem Umfang, der ein obligatorisches Übernahmeangebot erfordert. Die Übernahme der schottischen Bank TSB durch Santander UK im vergangenen Sommer war ein weiterer entscheidender Schritt, der Santanders Position auf seinem Heimatmarkt im Vereinigten Königreich stärkte und direkt dazu beitrug, Barclays auf britischem Boden zu überholen. Diese strategische Expansion zeigt Santanders effektive Konsolidierungs- und Wachstumsstrategie in Schlüsselmärkten.

Die Übernahme der Webster Bank durch Santander ist beispielhaft für einen breiteren Trend zur Konsolidierung und strategischen Expansion im europäischen Bankensektor. Santanders Fähigkeit, profitable Marktchancen zu identifizieren, komplexe Transaktionen durchzuführen und neu erworbene Einheiten erfolgreich zu integrieren, positioniert es robust, um sich in der sich entwickelnden Finanzlandschaft zurechtzufinden. Die Zukunft des europäischen Bankwesens wird voraussichtlich von fortlaufender Konsolidierung, schneller Digitalisierung und Anpassung an ein dynamisches regulatorisches und wirtschaftliches Umfeld geprägt sein. Santanders proaktiver Ansatz deutet darauf hin, dass es gut darauf vorbereitet ist, diese Herausforderungen zu meistern und aufkommende Chancen zu nutzen.

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