Ekhbary Nachrichtenagentur | 26.07.2024
Die enge und oft übersehene Freundschaft zwischen Alan Greenspan, dem langjährigen Vorsitzenden der US-Notenbank, und der einflussreichen Schriftstellerin Ayn Rand, Autorin von "Atlas wirft sich ab", war eine bedeutende intellektuelle Verbindung. Ihre Beziehung begann in den 1950er Jahren und dauerte bis zu Rand's Tod 1982.
Gemeinsame intellektuelle Kreise
Sie lernten sich durch Greenspans damalige Ehefrau, Joan Mitchell, kennen. Greenspan wurde Teil von Rand's "Kollektiv", einer Gruppe von Denkern, die sich regelmäßig trafen, um über Politik und Ideen zu diskutieren. In seinen Memoiren "The Age of Turbulence" (2007) beschrieb Greenspan, wie Rand ihm wegen seines ernsten Auftretens und seiner dunklen Anzüge den Spitznamen "Bestatter" gab.
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Werte und Einflüsse
Die Freundschaft basierte auf einer tiefen Übereinstimmung in Bezug auf Rationalität und intellektuelle Rigorosität. Greenspan trug sogar zu Rand's Zeitschrift "The Objectivist" bei, insbesondere mit einem Aufsatz über den Goldstandard. Trotz seiner musikalischen Talente und seiner Zeit im Juilliard-Konservatorium waren seine politischen und musikalischen Geschmäcker konservativ. Rand bezeichnete ihn als "stabilisierende Kraft" in ihrem Leben, bewunderte seinen originellen Geist und seine prinzipientreue Haltung.