Mali — Ekhbary Nachrichtenagentur
Bewaffnete Gruppen haben am frühen Samstagmorgen mehrere Standorte in Malis Hauptstadt Bamako und weiteren Städten angegriffen, was auf eine mögliche koordinierte Aktion hindeutet. Die malische Armee erklärte, "unidentifizierte bewaffnete terroristische Gruppen" hätten Kasernen und andere Orte in Bamako ins Visier genommen und Soldaten seien im Einsatz, um die Angreifer zu eliminieren. Später wurde die Lage als unter Kontrolle gemeldet. Ein Journalist in Bamako hörte schweres Waffenfeuer nahe des Modibo Keïta International Airport, während Anwohner in Kati, dem Sitz der Militärjunta, ebenfalls Schüsse und Explosionen meldeten.
Im Norden des Landes beanspruchte die von Tuareg geführte Azawad-Separatistenbewegung über soziale Medien die Kontrolle über Kidal sowie Teile von Gao. Diese Behauptung konnte jedoch nicht unabhängig verifiziert werden. Die Separatisten kämpfen seit Jahren für einen eigenen Staat im Norden Malis und waren bereits 2012 zusammen mit dschihadistischen Gruppen aktiv. Die US-Botschaft in Bamako gab eine Sicherheitswarnung heraus und riet US-Bürgern, sich in Sicherheit zu bringen und Reisen zu vermeiden. Diese Angriffe sind die größten koordinierten seit Jahren in Mali, das eine anhaltende Sicherheitskrise erlebt.
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