Ekhbary Nachrichtenagentur | 2024-06-18
Brüssel – Die Europäische Union hat am Montag die formelle Eröffnung der ersten Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine bekannt gegeben. Dieser historische Schritt, der zwei Jahre nach der ersten Antragstellung erfolgte, ist ein klares Signal Kiews europäischer Zukunft. Die Verhandlungen wurden durch die Blockade Ungarns unter dem ehemaligen Premierminister Viktor Orban verzögert.
Erste Verhandlungskapitel eröffnet
Die EU und die Ukraine haben die erste Phase der Beitrittsgespräche eingeleitet, mit dem Ziel, dass Kiew eines Tages der 28-köpfigen Union beitritt. Die russische Invasion im Jahr 2022 beschleunigte diesen Prozess erheblich. Zwar liefen technische Gespräche bereits, doch die formelle Eröffnung erforderte die einstimmige Zustimmung aller Mitgliedstaaten.
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Ungarns Zustimmung und die Bedingungen
Ungarns neuer Premierminister Peter Magyar hat kürzlich eine Einigung mit der Ukraine über die Stärkung der Rechte der ethnischen ungarischen Minderheit erzielt. Diese Vereinbarung war eine Bedingung für die Aufhebung des Budapester Vetos bezüglich der EU-Beitrittsgespräche der Ukraine. EU-Ratspräsident Antonio Costa bezeichnete die Eröffnung der Gespräche als "historischen Schritt" und betonte die Notwendigkeit eines geeinten und entschlossenen G7-Bündnisses zur Beendigung des Krieges.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, lobte die Ukraine für ihre Fortschritte bei Reformen, insbesondere in den Bereichen Korruption und Rechtsstaatlichkeit. Präsident Wolodymyr Selenskyj sah darin eine "klare Botschaft", dass Europas Fortschritt nicht aufgehalten werden könne. Er äußerte sich erfreut über die parallele Entwicklung in Moldau, das ebenfalls diesen Schritt vollzog.