Frankreich - Ekhbary Nachrichtenagentur
Die Möglichkeit, am französischen Tag der Arbeit, dem 1. Mai, leichter an frisches Baguette zu gelangen, rückt näher. Ein neues Gesetz, das von der konservativen Partei Les Républicains gefördert und zuvor vom Senat verabschiedet wurde, steht nun auf der Agenda der Nationalversammlung. Ziel ist die Verabschiedung vor dem 1. Mai dieses Jahres. Die Partei von Präsident Emmanuel Macron, Renaissance, hat das Gesetz aktiv auf die parlamentarische Tagesordnung gesetzt, um Bäckereien, Blumenläden und Metzgereien die Arbeit an diesem Feiertag ohne Einschränkungen zu ermöglichen. Das derzeitige französische Gesetz erlaubt am 1. Mai nur wesentlichen Dienstleistungen wie Restaurants den vollen Betrieb. Andere Geschäfte dürfen zwar öffnen, aber keine Angestellten beschäftigen – eine Regel, die Berichten zufolge letztes Jahr von mehreren Bäckereien missachtet wurde. Der ehemalige Premierminister Gabriel Attal ist zu einem prominenten Befürworter geworden und hat eine Online-Petition mit Baguette-Thema gestartet sowie Videos geteilt, die die wahrgenommene Inkonsistenz hervorheben, Fast-Food-Ketten den Betrieb zu erlauben, während handwerkliche Geschäfte geschlossen bleiben. Linke Parteien und mächtige Gewerkschaften haben scharfen Widerstand geäußert und argumentieren, dass die Maßnahme die Arbeitnehmerrechte untergräbt und kommerzielle Interessen über das Wohlergehen der Angestellten stellt. Sie verurteilen das beschleunigte Gesetzgebungsverfahren als parlamentarische Finte, die eine gründliche Debatte umgeht.
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