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Wednesday, 04 February 2026
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Kollision zwischen griechischem Küstenwachschiff und Migrantenboot fordert mindestens 14 Todesopfer

Tragödie vor Chios wirft erneut ein Schlaglicht auf Griechen

Kollision zwischen griechischem Küstenwachschiff und Migrantenboot fordert mindestens 14 Todesopfer
Matrix Bot
4 hours ago
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Griechenland - Ekhbary Nachrichtenagentur

Kollision zwischen griechischem Küstenwachschiff und Migrantenboot fordert mindestens 14 Todesopfer

Ein tragischer Vorfall in der Ägäis vor der griechischen Insel Chios hat zum Tod von mindestens 14 Menschen geführt, nachdem ein Boot mit Migranten und Asylsuchenden mit einem Schiff der griechischen Küstenwache kollidiert war. Die Kollision ereignete sich laut Berichten der griechischen Nachrichtenagentur Athen-Mazedonien (AMNA) am Dienstagabend gegen 21:00 Uhr Ortszeit (19:00 Uhr GMT) vor der Küste des Mersinidi-Gebiets von Chios.

Die Beamten der Küstenwache bestätigten, dass 26 Personen aus den unruhigen Gewässern gerettet und anschließend zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus auf Chios gebracht wurden. Unter den Überlebenden befanden sich 24 Migranten und zwei griechische Küstenwachbeamte. Die genaue Anzahl der Personen an Bord des Migranten-Schnellbootes zum Zeitpunkt der Kollision ist jedoch weiterhin unklar, was die Befürchtung schürt, dass die Zahl der Todesopfer mit fortschreitenden Such- und Rettungsaktionen steigen könnte. Diese Ungewissheit unterstreicht die oft überfüllten und prekären Bedingungen auf den von Menschenhändlern genutzten Schiffen.

Erschreckenderweise berichteten griechische Medien, dass sieben Kinder und eine schwangere Frau unter den Verletzten und Geretteten waren, was die Verwundbarkeit derjenigen, die die gefährliche Seereise antreten, hervorhebt. Eine umfassende Such- und Rettungsaktion wurde mobilisiert, an der mehrere Patrouillenboote, ein Hubschrauber und spezialisierte Taucher beteiligt sind, die das Gebiet akribisch nach weiteren Überlebenden oder Opfern absuchen. Die Dringlichkeit dieser Bemühungen spiegelt die kritische Notwendigkeit wider, jede an der Katastrophe beteiligte Person zu berücksichtigen.

Aufnahmen, die von der griechischen Zeitung Ta Nea verbreitet wurden, zeigten ergreifende Szenen, wie mindestens eine Person von einem neben einem Steg angedockten Boot in ein Fahrzeug mit blauen Blinklichtern gebracht wurde, was auf Notfallmaßnahmen hinweist. Weitere Details ergaben sich von einem ungenannten Küstenwachbeamten, der gegenüber Reuters erklärte, die Kollision sei erfolgt, nachdem das Migrantenboot „auf das Küstenwachschiff zugesteuert“ sei, das zuvor Anweisungen zum Umkehren gegeben hatte. Dieser Bericht deutet auf eine angespannte und potenziell volatile Begegnung auf See hin, die typisch für die Herausforderungen ist, denen Grenzschutzeinheiten gegenüberstehen.

Griechenland dient seit langem als wichtiges Tor für Migranten und Flüchtlinge, die vor Konflikten, Verfolgung und Armut im Nahen Osten, Afrika und Asien fliehen und verzweifelt ein neues Leben in Europa suchen. Das Land trug 2015 und 2016 die Hauptlast einer erheblichen Migrationskrise, als fast eine Million Menschen auf seinen Inseln, einschließlich Chios, aus der nahegelegenen Türkei ankamen. Obwohl die Ankünfte in den letzten Jahren zurückgegangen sind, was größtenteils auf Griechenlands verschärfte Asyl- und Migrationspolitik, einschließlich verschärfter Grenzkontrollen und verstärkter Seepatrouillen, zurückzuführen ist, dienen solche tragischen Vorfälle als deutliche Mahnung, dass der Strom verzweifelter Menschen nicht versiegt ist.

Der Umgang des Landes mit Migranten und Asylsuchenden, die auf dem Seeweg ankommen, hat erhebliche internationale Aufmerksamkeit erregt. Dazu gehört ein verheerendes Schiffswrack im Jahr 2023, bei dem Hunderte ums Leben kamen, wobei Zeugen behaupteten, die Tragödie sei auf den Versuch der Küstenwache zurückzuführen, ihren überfüllten Schleppkutter abzuschleppen. Im vergangenen Jahr gab die Grenzschutzagentur der Europäischen Union, Frontex, bekannt, dass sie 12 Fälle potenzieller Menschenrechtsverletzungen durch Griechenland prüfe, darunter Vorwürfe, dass Asylsuchende von den griechischen Grenzen „zurückgedrängt“ wurden. Trotz dieser schwerwiegenden Anschuldigungen hat Griechenland stets jegliche Menschenrechtsverletzungen oder illegale Pushbacks bestritten und seine Einhaltung des Völkerrechts sowie sein Engagement zur Rettung von Menschenleben auf See bekräftigt, auch wenn diese komplexen und oft tödlichen Begegnungen in seinen Gewässern weiterhin stattfinden.

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