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Wednesday, 04 February 2026
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Mario Draghi: Die ultimative Aufforderung, die EU in eine „wahre Macht“ zu verwandeln

Der ehemalige EZB-Präsident drängt die EU, sich angesichts g

Mario Draghi: Die ultimative Aufforderung, die EU in eine „wahre Macht“ zu verwandeln
Matrix Bot
1 day ago
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Europa - Ekhbary Nachrichtenagentur

Mario Draghi: Die ultimative Aufforderung, die EU in eine „wahre Macht“ zu verwandeln

Inmitten einer zunehmend turbulenten globalen geopolitischen Landschaft hat Mario Draghi, der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank und ehemalige italienische Premierminister, das, was manche als „ultimative Aufforderung“ bezeichnen, an die Europäische Union gerichtet. Draghis Appell ist nicht länger nur eine wirtschaftliche Empfehlung; es ist ein dringender Aufruf an den Block, sich von einer bloßen Wirtschaftseinheit in eine „wahre Macht“ auf der Weltbühne zu verwandeln. Dieser Aufruf kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, der von Europa verlangt, seine Position und Rolle in einer sich schnell entwickelnden Welt neu zu bewerten.

Der Kern von Draghis Botschaft dreht sich um die Notwendigkeit, strategische Autonomie zu erreichen, ein Konzept, das für Europas Sicherheit und Wohlstand immer wichtiger geworden ist. Dies beinhaltet die Stärkung der europäischen Verteidigung, die weiterhin fragmentiert und übermäßig von externen Partnern abhängig ist. Der Weltraum wird als das „fehlende Glied“ in dieser Verteidigung identifiziert, da europäische Weltraumkapazitäten, von Überwachungssatelliten bis hin zu sicheren Kommunikationssystemen, entscheidend für die militärische und wirtschaftliche Souveränität sind. Projekte wie Ariane 6, die darauf abzielen, Europa wieder an die Spitze des Weltraumstartwettbewerbs zu bringen, sind wesentliche Schritte zur Wiedererlangung dieser Souveränität, wie ein europäischer Weltraumminister kürzlich hervorhob. Die Zusammenarbeit im Weltraumbereich, wie die Allianz von Satlantis mit Comat für hochauflösende Kameras, veranschaulicht diesen Drang zur Verbesserung der europäischen technologischen Fähigkeiten.

Über die Verteidigung hinaus muss die Transformation der EU die Stärkung ihrer wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit und technologischen Souveränität umfassen. Der wachsende Einfluss der Künstlichen Intelligenz auf den Arbeitsmarkt, wobei voraussichtlich 9 von 10 Arbeitsplätzen bereits 2026 betroffen sein werden, unterstreicht die dringende Notwendigkeit für die EU, massiv in Forschung und Entwicklung, Arbeitskräfteschulung und Regulierungsrahmen zu investieren, die sicherstellen, dass Europa an der Spitze der Innovation bleibt. Initiativen wie der grüne Übergang, einschließlich der energetischen Sanierung, müssen ein integraler Bestandteil dieser umfassenden Strategie sein, obwohl aktuelle Herausforderungen wie die „große Blockade“ bei Programmen wie MaPrimeRénov' die Komplexität verdeutlichen, die es zu überwinden gilt.

Ein weiterer entscheidender Aspekt von Draghis Vision ist die Ressourcenunabhängigkeit. Der globale Wettbewerb um kritische Ressourcen wie Seltene Erden nimmt zu. Japans Entdeckung von unterseeischen Seltenen Erden, die eine strategische Herausforderung für Peking darstellt, unterstreicht die Bedeutung der Sicherung der eigenen Lieferketten der EU. Europa muss seine Optionen prüfen, einschließlich Investitionen in die nachhaltige Ressourcengewinnung in Regionen wie Grönland oder Tiefseegebieten, wobei wirtschaftliche Notwendigkeiten mit Umweltverantwortung in Einklang gebracht werden müssen. Solche Schritte sind entscheidend, um die Abhängigkeit von externen Mächten zu verringern und die geopolitische Hebelwirkung der EU zu stärken.

Die Verwirklichung von Draghis Vision erfordert mehr als nur politische Reformen; sie erfordert einen starken politischen Willen und eine tiefere interne Kohäsion zwischen den Mitgliedstaaten. Die europäischen Staats- und Regierungschefs müssen engstirnige nationale Interessen überwinden und eine kollektive Vision für ein „stärkeres Europa“ annehmen. Das Versäumnis der EU, diesem Aufruf Folge zu leisten, riskiert ihre Marginalisierung in einer multipolaren Welt, in der Großmächte um Einfluss und Ressourcen wetteifern. Diese „ultimative Aufforderung“ ist nicht nur eine Warnung, sondern eine Gelegenheit, die Zukunft des Kontinents zu gestalten.

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