Ukraine/Russland — Ekhbary Nachrichtenagentur
Bei koordinierten Angriffen auf ukrainisches und russisches Territorium sind mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Die Angriffe ereigneten sich am 40. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und lösten erneute Warnungen vor den Gefahren für das Atomkraftwerk aus. Die Zahl der Todesopfer durch russische Drohnen- und Raketenangriffe auf die Stadt Dnipro stieg auf neun, wie der regionale Leiter Oleksandr Hanzha am Sonntag mitteilte. Ein Mann wurde bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland besetzten Krim getötet, wie von Moskau eingesetzte Behörden am Sonntag berichteten.
Entwicklungen in der Ostukraine und auf der Krim
In der ostukrainischen Region Luhansk, deren vollständige Kontrolle Russland kürzlich beanspruchte, kamen bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der Nacht drei Menschen ums Leben. Bereits am frühen Samstag waren zwei weitere Personen getötet worden. Die Ukraine hat sich zu diesen Angriffen nicht geäussert, und die Angaben konnten von der Associated Press nicht unabhängig verifiziert werden. Zuvor war eine Frau bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Grenzregion Belgorod ums Leben gekommen.
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Angriffe auf russische Infrastruktur und Warnungen
Ukrainische Streitkräfte griffen zudem eine Ölraffinerie in Jaroslawl tief im russischen Hoheitsgebiet an, wie der ukrainische Generalstab am Sonntag mitteilte. Die Angriffe führten zu Bränden in der Anlage, die jährlich 15 Millionen Tonnen Öl verarbeitet. Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte am Jahrestag von Tschernobyl vor russischen Angriffen, die die Geschichte zu wiederholen drohten. Er forderte die Welt auf, diesen "nuklearen Terrorismus" zu stoppen. Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde, Rafael Grossi, bekräftigte diese Bedenken und forderte sofortige Reparaturen an der beschädigten Schutzhülle des Kraftwerks.