Ukraine — Ekhbary Nachrichtenagentur
Vierzig Jahre nach der verheerendsten Atomkatastrophe der Welt bleibt das ehemalige Kernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine aufgrund des anhaltenden Krieges Russlands gefährdet. Im Februar 2025 durchschlug eine russische Drohne die neue Schutzhülle (NSC), die über dem explodierten Reaktor Nr. 4 errichtet wurde, und beeinträchtigte deren kritische Funktionen.
Die 2019 fertiggestellte und von 45 Ländern finanzierte NSC wurde gebaut, um den bröckelnden Sarkophag, der 180 Tonnen Kernbrennstoff und radioaktiven Staub enthält, sicher zu umschließen und dessen Abbau über Jahrzehnte zu ermöglichen. Der Drohnenangriff verursachte ein 15 Quadratmeter großes Loch in der Struktur und kompromittierte Berichten zufolge die Eindämmungs- und Feuchtigkeitskontrollsysteme. Serhii Tarakanov, der Generaldirektor des Kraftwerks, warnte, dass bei einem Kollaps des Sarkophags über hundert Tonnen Kernbrennstoff in die Luft freigesetzt würden. Ukrainische Beamte und westliche Experten fordern eine vollständige Reparatur innerhalb von vier Jahren, deren Kosten auf bis zu 500 Millionen Euro geschätzt werden, wofür die ukrainische Regierung derzeit keine Mittel hat.
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Während der Krieg in der Ukraine weitergeht, stellen wiederholte Drohnen- und Raketenstarts Russlands in der Nähe des Kraftwerks eine ständige Bedrohung dar. Oleksandr Skomarokhov, stellvertretender Chefingenieur, beschrieb die unmittelbaren Folgen des Angriffs vom 14. Februar 2025, bei dem ein Brand ausbrach, der wochenlang schwer zu löschen war. Die Vorfälle unterstreichen die anhaltende Verwundbarkeit des Standorts inmitten des Konflikts.