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Wednesday, 28 January 2026
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Alex Pretti Tötung: Trump fordert „ehrenvolle“ Untersuchung

Alex Pretti Tötung: Trump fordert „ehrenvolle“ Untersuchung
Ekhbary Editor
8 hours ago
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USA - Globale Nachrichtenagentur

Die Alex Pretti Tötung durch Bundesagenten in Minneapolis hat landesweite Empörung ausgelöst und US-Präsident Donald Trump dazu veranlasst, eine „sehr ehrenvolle und ehrliche“ Untersuchung des Vorfalls zu fordern.

Angesichts wachsenden Drucks und anhaltender Proteste signalisiert die Trump-Regierung eine Neuausrichtung ihrer Einwanderungspolitik in Minnesota, um die Spannungen zu deeskalieren.

Die Hintergründe der Alex Pretti Tötung und der landesweite Aufschrei

Alex Pretti, eine Krankenschwester der Intensivstation, wurde von Beamten der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) in Minneapolis erschossen. Dieser Vorfall ist der zweite bekanntgewordene Todesfall eines US-Bürgers durch ICE-Aktionen im Rahmen der Einwanderungsdurchsetzung in Minnesota.

Die Tötung löste sofortige und heftige Proteste aus. Videoaufnahmen des Vorfalls, die in sozialen Medien weit verbreitet wurden, trugen zur öffentlichen Empörung bei und führten zu Kritik, selbst aus den Reihen der Republikaner.

Trumps Kurswechsel und der Ruf nach Deeskalation

Ursprünglich hatte Präsident Trump die Bundesagenten und ihre Vorgehensweise verteidigt. Doch angesichts des starken nationalen Rückschlags änderte er seinen Ton.

Er erklärte, er wolle „ein bisschen deeskalieren“ und betonte die Notwendigkeit einer „sehr ehrenvollen und ehrlichen“ Untersuchung der Geschehnisse. „Ich werde darüber wachen und ich will eine sehr ehrenvolle und ehrliche Untersuchung. Ich muss es selbst sehen“, so Trump gegenüber Fox News.

Kontroversen um Einwanderungsdurchsetzung in Minnesota

Die Ereignisse in Minnesota sind Teil einer breiteren Debatte über die US-Einwanderungspolitik. Ein weiterer Fall, der für Aufsehen sorgte, war die vorübergehende Blockierung der Abschiebung eines fünfjährigen ecuadorianischen Jungen und seines Vaters durch einen Bundesrichter.

Dem Vater, der sich illegal im Land aufhielt, wird vorgeworfen, seinen Sohn in einem laufenden Fahrzeug zurückgelassen zu haben. Die Familie behauptet, Bundesagenten hätten das Kind benutzt, um die Mutter aus dem Haus zu locken – eine Behauptung, die das Heimatschutzministerium als „abjekte Lüge“ zurückweist.

  • Ein Bundesrichter blockierte die Abschiebung eines Vaters und seines fünfjährigen Sohnes.
  • Familienanwalt behauptet, der Vater hatte einen Asylantrag anhängig.
  • Vorwürfe des Missbrauchs eines Kindes durch Bundesagenten werden von Homeland Security bestritten.

Tom Homans Rolle in der Neuausrichtung der Operationen

Um die angespannte Lage in Minnesota zu entschärfen, hat Präsident Trump den ehemaligen Grenzschutzbeauftragten Tom Homan entsandt. Homan, der als „Grenz-Zar“ bekannt ist, übernahm die Leitung der Einwanderungsoperationen von Gregory Bovino.

Ehemalige Kollegen wie Gil Kerlikowske, früherer Kommissar für Zoll und Grenzschutz, begrüßten Homans Einsatz und seine Fähigkeit, das System zu verstehen. Kerlikowske betonte die Notwendigkeit einer besseren Kommunikation zwischen Bundes- und Landesbehörden, insbesondere bei tödlichen Vorfällen.

Homans Aufgaben umfassen Treffen mit dem Polizeichef von Minneapolis, staatlichen Ermittlern und politischen Führungskräften, um die lokalen Spannungen abzubauen.

Scharfe Kritik von Joe Biden und politische Reaktionen

Der frühere US-Präsident Joe Biden verurteilte die Vorgehensweise der Trump-Regierung scharf und nannte die Ereignisse in Minneapolis einen „Verrat unserer grundlegendsten Werte als Amerikaner“.

„Wir sind keine Nation, die unsere Bürger auf offener Straße niederschießt oder sie für die Ausübung ihrer verfassungsmäßigen Rechte brutalisiert“, so Biden in einer Erklärung.

Auch einige Republikaner äußerten Bedenken hinsichtlich der Taktiken der Bundesagenten, was den Druck auf die Regierung Trump weiter erhöhte.

Kontroverse um ICE-Einsatz in Italien

Abseits der innenpolitischen Spannungen sorgte auch die geplante Entsendung von ICE-Agenten zu den Olympischen Winterspielen in Italien für Aufsehen. Dort sollen sie die US-Delegation schützen, nicht jedoch auf den Straßen patrouillieren, wie Italiens Außenminister Antonio Tajani klarstellte.

Deeskalationsversuche und lokale Gespräche

Nach seiner Ankunft in Minnesota traf Tom Homan den Gouverneur Tim Walz. Walz betonte die Prioritäten Minnesotas: unparteiische Untersuchungen der Schießereien, eine schnelle und erhebliche Reduzierung der Bundeskräfte und ein Ende der umstrittenen Kampagnen.

Diese Treffen sind entscheidend, um die „Temperatur“ der Situation zu senken und die Kommunikation zwischen den verschiedenen Ebenen der Regierung zu verbessern.

Die Trump-Administration scheint bestrebt zu sein, nach der landesweiten Empörung über die tödlichen Schießereien durch Bundesagenten einen Neuanfang zu wagen.

Global News Agency