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Monday, 30 March 2026
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Ukraine-Krieg: Soldaten sterben wie im Zweiten Weltkrieg

Ukraine-Krieg: Soldaten sterben wie im Zweiten Weltkrieg
Ekhbary Editor
2 months ago
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Global - News Agency

Der Krieg in der Ukraine fordert unter Soldaten ein ähnlich hohes Sterberisiko wie im Zweiten Weltkrieg. Dies geht aus einer neuen Studie des Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington hervor. Der intensive Einsatz von Drohnen und die Härte der Kämpfe an der Frontlinie führen zu einer Mortalitätsrate, die erschreckende Parallelen zu den Verlusten auf beiden Seiten des Zweiten Weltkriegs aufweist, insbesondere auf Seiten der Soldaten, die unter der Flagge der Sowjetunion kämpften.

Die Studie schätzt bis zu 1,8 Millionen militärische Verluste, darunter bis zu 465.000 Tote und den Rest als kampfunfähige Verwundete, seit Beginn der russischen Invasion am 24. Februar 2022 bis Ende 2025. Diese Zahlen verdeutlichen die verheerenden Auswirkungen moderner Kriegsführung auf die Soldaten.

Hohe Sterblichkeitsrate trotz moderner Kriegsführung

In modernen Konflikten liegt die übliche Rate bei etwa einem Toten auf sieben bis zehn Verwundete. Dies spiegelt den Fortschritt in Schutzausrüstung, medizinischer Versorgung und schneller Evakuierung wider. Im aktuellen Ukraine-Krieg liegt das Verhältnis bei der russischen Armee bei etwa 1:2,7 und bei der ukrainischen bei 1:3,28.

Diese Zahlen sind alarmierend nahe an den historischen Verhältnissen. Zum Vergleich: Im Zweiten Weltkrieg lag die Rate für sowjetische Soldaten, laut Angaben des russischen Verteidigungsministeriums von 1993, bei 1:2,57. Auch im Vietnamkrieg (1965-1973) war die amerikanische Quote mit 1:2,6 ähnlich hoch.

Der direkte Vergleich der Gesamtzahl der Opfer ist schwierig, da die Ausmaße und Umstände der Kriege stark variieren. Der Zweite Weltkrieg forderte insgesamt rund 70 Millionen Menschenleben, davon allein 8,6 Millionen sowjetische Soldaten und 27 Millionen sowjetische Zivilisten. Der aktuelle Konflikt in der Ukraine ist zwar zeitlich länger als der sowjetische Teil des Zweiten Weltkriegs seit 1941, aber die relative Mortalitätsrate für Soldaten ist bemerkenswert hoch.

Die Studie des CSIS, das auch als 'Think-Tank' bekannt ist, stützt sich auf Schätzungen, Interviews mit Behördenvertretern, Bewertungen des britischen Verteidigungsministeriums und offene Datenquellen. Weder Moskau noch Kiew geben transparente Zahlen zu ihren Verlusten heraus, was die Analyse erschwert.

Die russischen Streitkräfte, mit 1,3 Millionen Soldaten und in der Offensive, erleiden laut der Studie die höchsten Verluste: bis zu 325.000 Tote und 875.000 Verwundete bis Ende 2025. Das entspricht durchschnittlich fast 1.200 Verlusten pro Tag im letzten Jahr. Diese Zahlen stellen das obere Ende des von CSIS analysierten Spektrums dar.

  • Russische Verluste: Geschätzt bis zu 325.000 Tote, 875.000 Verwundete bis Ende 2025.
  • Ukrainische Verluste: Geschätzt 100.000 bis 140.000 Tote, etwa 460.000 Verwundete.
  • Vergleich mit WW2: Die Sterblichkeitsrate ist vergleichbar mit der sowjetischen im Zweiten Weltkrieg (ca. 1:2,57).
  • Moderne Kriegsführung: Drohnen und Frontkämpfe erhöhen das Risiko für Soldaten erheblich.

Die Auswirkungen sind gravierend: Die geschätzten russischen Militärverluste entsprechen etwa 25% der aktuellen Truppenstärke. Für die Ukraine bedeutet dies den Verlust von 17,5% ihrer aktuellen Streitkräfte.

Die Zahl der zivilen Opfer ist in dieser Studie nicht enthalten. Die Vereinten Nationen schätzen, dass in der Ukraine etwa 15.000 Zivilisten ums Leben kamen. Die russischen Verluste in diesem Konflikt übertreffen laut CSIS die gesamten kombinierten Gefechtsverluste Russlands seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs um ein Vielfaches. Zum Vergleich: Die Sowjetunion verlor im zehnjährigen Afghanistan-Krieg (1979-1989) geschätzt 14.000 Soldaten.

Die Studie hebt auch die bisherige Sinnlosigkeit des Abnutzungskrieges hervor. Obwohl Russland seit 2024 die Initiative an der Front hat, konnte es nur etwa 1,5% des ukrainischen Territoriums gewinnen. Aktuell kontrolliert Russland rund 20% der Ukraine.

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