Ekhbary
Sunday, 22 February 2026
Breaking

Afrikas Pangolin-Schmuggelkrise verschärft sich trotz internationaler Verbote, angetrieben durch die asiatische Nachfrage

Eine massive Beschlagnahme in Kinshasa verdeutlicht das Ausm

Afrikas Pangolin-Schmuggelkrise verschärft sich trotz internationaler Verbote, angetrieben durch die asiatische Nachfrage
7DAYES
6 days ago
33

Zentralafrika - Ekhbary Nachrichtenagentur

Afrikas Pangolin-Schmuggelkrise verschärft sich trotz internationaler Verbote, angetrieben durch die asiatische Nachfrage

Die Demokratische Republik Kongo ist unfreiwillig zu einem Brennpunkt im weitläufigen globalen Netz des illegalen Wildtierhandels geworden. Ende Januar führten die kongolesischen Behörden in Kinshasa eine besorgniserregend große Beschlagnahme durch: über eine Tonne Pangolinschuppen. Diese düstere Entdeckung ist weit davon entfernt, ein Einzelfall zu sein, und unterstreicht die Beharrlichkeit und Intensivierung der Wilderei dieses einzigartigen Säugetiers, trotz eines strengen internationalen Embargos. Diese Plage entleert weiterhin die afrikanischen Wälder von einem ihrer markantesten Bewohner und treibt das Pangolin, das bereits vom Aussterben bedroht ist, an den Rand des Abgrunds.

Das Pangolin ist als das am häufigsten geschmuggelte Säugetier der Welt bekannt. Alle acht seiner Arten, die in Asien und Afrika verbreitet sind, wurden seit 2017 in Anhang I des CITES (Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen) aufgenommen, wodurch jeglicher internationaler kommerzieller Handel faktisch verboten ist. Dieser rechtliche Schutz reicht jedoch nicht aus, um einen äußerst lukrativen Schwarzmarkt einzudämmen. Die Nachfrage wird hauptsächlich von asiatischen Märkten, insbesondere in China und Vietnam, angeheizt, wo Schuppen in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) hoch geschätzt werden, da ihnen wissenschaftlich unbewiesene heilende Eigenschaften zugeschrieben werden, und wo das Fleisch als Luxusdelikatesse gilt.

Das Ausmaß der Beschlagnahme in Kinshasa, die potenziell Tausende von Tieren repräsentiert, ist ein alarmierender Indikator für den unerträglichen Druck, der auf afrikanische Pangolin-Populationen ausgeübt wird. Wilderei- und Schmuggelnetzwerke sind oft gut organisiert und umfassen transnationale kriminelle Syndikate, die die Armut lokaler Gemeinschaften und die schwachen Durchsetzungskapazitäten in vielen afrikanischen Ländern ausnutzen. Die DRK ist mit ihren riesigen Wäldern und ihrer außergewöhnlichen Biodiversität als Quelle und Transitpunkt für diese illegalen Lieferungen besonders anfällig.

Die Folgen dieses Handels sind vielfältig und verheerend. Ökologisch stört das Verschwinden von Pangolinen, die eine entscheidende Rolle bei der Regulierung von Insektenpopulationen spielen, die Waldökosysteme erheblich. Aus gesundheitlicher Sicht fördert der illegale Handel mit Wildtieren, oft unter beklagenswerten hygienischen Bedingungen, das Auftreten und die Ausbreitung von Zoonosen, wie die COVID-19-Pandemie auf tragische Weise gezeigt hat, für die das Pangolin als potenzieller Zwischenwirt vorgeschlagen wurde.

Um diese Geißel wirksam zu bekämpfen, ist ein multidimensionaler Ansatz unerlässlich. Er muss die Stärkung der nationalen Gesetzgebung und deren Durchsetzung, die Verbesserung der Ermittlungs- und Strafverfolgungskapazitäten sowie die Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Ursprungs-, Transit- und Zielländern umfassen. Es ist auch entscheidend, die Nachfrage in Asien durch massive Aufklärungskampagnen anzugehen, die darauf abzielen, Mythen über die Tugenden von Pangolinschuppen zu entlarven und nachhaltige und ethische Alternativen zu fördern. In Afrika kann die Unterstützung lokaler Gemeinschaften durch sozioökonomische Entwicklungsprogramme deren Abhängigkeit von der Wilderei verringern.

Internationale Organisationen wie WWF, WCS und TRAFFIC arbeiten unermüdlich mit Regierungen und lokalen Partnern zusammen, um diesen illegalen Handel zu bekämpfen. Sie implementieren Überwachungsprogramme, Ranger-Ausbildung und öffentliche Sensibilisierungskampagnen. Die Ressourcen sind jedoch angesichts der zunehmenden Raffinesse der Schmuggler oft unzureichend. Die jüngste Beschlagnahme in Kinshasa muss als Weckruf dienen und uns an die Dringlichkeit einer verstärkten internationalen Mobilisierung erinnern. Ohne konzertierte und entschlossene Maßnahmen könnte das Pangolin, dieser diskrete Wächter der Wälder, bald nur noch eine Erinnerung sein, ein irreversibler Verlust für die globale Biodiversität.

Tags: # Pangolin # Wildtierhandel # illegaler Handel # gefährdete Arten # Pangolinschuppen # Artenschutz # Kinshasa # Afrika # traditionelle chinesische Medizin # CITES