Deutschland - Ekhbary Nachrichtenagentur
Exotische Tegu-Echse aus Rhode Island Schneesturm gerettet kämpft gegen schwere Erfrierungen
In einer wahrhaft erstaunlichen Entdeckung, die die unvorhersehbare Natur von Wildtierbegegnungen unterstreicht, entdeckte ein Bewohner von Providence, Rhode Island, kürzlich etwas Unerwartetes, als er seine Einfahrt inmitten eines harten Wintersturms räumte: eine große, kältestarre Tegu-Echse. Dieser außergewöhnliche Fund führte schnell zur Rettung des weiblichen Reptils, das nun liebevoll Frankie genannt wird und derzeit im New England Wildlife Center (NEWC) wegen schwerer Erfrierungen und Dehydration kritisch versorgt wird.
Tegus, heimisch in den wärmeren Klimazonen Südamerikas, sind bekannt für ihre Intelligenz und beeindruckende Größe und werden oft als exotische Haustiere gehalten. Frankies Anwesenheit in der eisigen Neuengland-Landschaft warf sofort Fragen nach ihrer Herkunft auf. Tierärztin Tess Gannaway, die Frankies Behandlung im NEWC leitet, vermutet, dass die Echse wahrscheinlich ein ehemaliges Haustier war. „Angesichts ihrer Größe streifen sie oft wie Hunde oder Katzen durch die Häuser der Leute“, erklärte Gannaway gegenüber Popular Science. „Es besteht die Möglichkeit, dass Frankie in wärmeren Monaten entkommen ist und draußen allein überlebt hat, bis das Wetter zu kalt wurde, um zurechtzukommen.“ Eine andere, düstere Möglichkeit, die in Betracht gezogen wird, ist, dass Frankie kürzlich ausgesetzt wurde und sich den unbarmherzigen Elementen allein überlassen wurde.
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Unabhängig davon, wie sie gestrandet ist, waren die katastrophalen Folgen der extremen Kälte offensichtlich. Frankie wurde gefunden, unfähig, ihre Zunge in den Mund zurückzuziehen, ein kritischer Faktor, der zu erheblichen Erfrierungen an Zunge und Zehen führte. Die spezifische Natur ihrer Zungenverletzung stellte das Tierärzteteam vor eine einzigartige Herausforderung. Erfrierungen, die Schleimhäute wie die Zunge betreffen, sind bei Tieren äußerst selten, was Frankies Fall in der Tiermedizin besonders bemerkenswert macht. Der schwere Schaden hat leider die ikonische V-Form ihrer Reptilienzunge verändert.
Angesichts eines beispiellosen medizinischen Szenarios fanden sich Gannaway und ihre Tierarztstudentenkollegen ohne etablierte Protokolle in der vorhandenen tiermedizinischen Literatur wieder. Dies führte sie zu einem einfallsreichen und innovativen Ansatz: der Konsultation menschlicher medizinischer Berichte. Ihre Suche erwies sich als fruchtbar und identifizierte einen menschlichen Fall, bei dem ein Teil der Zunge eines Patienten aufgrund eines medizinischen Eingriffs im Mund unbeabsichtigt erfroren war. Die menschliche Behandlung umfasste die wiederholte Entfernung von totem äußeren Gewebe, was zu einer Heilung innerhalb von etwa drei Wochen führte.
Diese artübergreifende Anwendung medizinischen Wissens veranschaulicht das Konzept „Eine Gesundheit“, einen kollaborativen, multisektoralen und transdisziplinären Ansatz, der die Vernetzung von menschlicher, tierischer und Umweltgesundheit anerkennt. Wie Gannaway in einem Video des New England Wildlife Center ausführte, ist dieser interdisziplinäre Ansatz „wirklich cool und ein Beispiel für etwas, das wir in der Tiermedizin und anderen Bereichen als Eine Gesundheit bezeichnen, also die Schnittmenge zwischen menschlicher und tierischer Gesundheit.“ Er zeigt, wie Erkenntnisse aus einem Bereich entscheidende Lösungen in einem anderen liefern können, wodurch die Grenzen der medizinischen Praxis erweitert werden.
Unter Anwendung dieser Erkenntnisse hat das NEWC-Team einen ähnlichen Behandlungsplan für Frankie eingeleitet, der die sorgfältige Entfernung von totem Zungengewebe alle zwei bis drei Wochen umfasst. Obwohl der Prozess heikel ist, besteht erhebliche Hoffnung auf Frankies Genesung, insbesondere angesichts der bemerkenswerten Regenerationsfähigkeiten von Zungen. „Sie hat sich bei ihrem ersten Debridement [Gewebsentfernung] großartig geschlagen und ist von flüssiger zu fester Nahrung übergegangen“, berichtete Gannaway und äußerte vorsichtigen Optimismus bezüglich Frankies Prognose. Tierärzte werden ihre Zunge alle 2 Wochen weiterhin überwachen und die Notwendigkeit weiterer Sedierung und Entfernung von oberflächlichem Gewebe beurteilen.
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Frankie erhält derzeit Schmerzmittel und Antibiotika, um ihre Genesung zu unterstützen und Infektionen vorzubeugen. Die gute Nachricht für Frankies langfristiges Wohlergehen ist, dass Tegus auch mit nur einem Teil ihrer Zunge ein völlig normales Leben führen können. Das primäre Ziel ist nun, ihre Zunge zu stabilisieren und ihre vollständige Heilung zu gewährleisten. Sobald sie stabilisiert ist, wird erwartet, dass Frankie ein komfortables und warmes Leben führen wird, wenn auch ein „etwas weniger abenteuerliches“, als ihr jüngstes Martyrium vermuten lässt. Dieser Vorfall dient als starke Erinnerung an die Verantwortung, die mit der Haltung exotischer Haustiere einhergeht, und an das außergewöhnliche Engagement derer, die sich für den Schutz und die Rehabilitation von Tieren in Not einsetzen.