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Sunday, 22 February 2026
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IOC leitet Untersuchung gegen FIFA-Präsident Infantino nach Trump-Veranstaltung ein

Olympisches Komitee prüft mutmaßlichen Verstoß gegen politis

IOC leitet Untersuchung gegen FIFA-Präsident Infantino nach Trump-Veranstaltung ein
7DAYES
6 hours ago
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International - Ekhbary Nachrichtenagentur

IOC leitet Untersuchung gegen FIFA-Präsident Infantino nach Trump-Veranstaltung ein

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat eine formelle Untersuchung der Handlungen von FIFA-Präsident Gianni Infantino eingeleitet, nachdem dieser prominent an einer kürzlichen politischen Versammlung teilgenommen hatte, die vom ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump ausgerichtet wurde. Dieser Schritt erfolgt, nachdem IOC-Präsidentin Kirsty Coventry öffentlich die Absicht des Olympischen Gremiums bekundet hat, Infantinos Verhalten zu "prüfen", was erhebliche Fragen zu möglichen Verstößen gegen das Grundprinzip der politischen Neutralität der Olympischen Charta aufwirft.

Infantino, der eines von 107 aktuellen Mitgliedern des Internationalen Olympischen Komitees ist, ist durch einen feierlichen Eid verpflichtet, "immer unabhängig von ... politischen Interessen zu handeln". Seine Anwesenheit und aktive Teilnahme an Trumps "Board of Peace"-Veranstaltung in Washington, D.C., wo er im Namen der FIFA eine Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnete, hat ihn ins Rampenlicht gerückt und die Grundsätze der Sportführung in Frage gestellt. Die Partnerschaft, die Berichten zufolge eine potenzielle Investition von 75 Millionen US-Dollar an Fußballgeldern in Gaza beinhaltet, fügt der Situation eine weitere Komplexitätsebene hinzu, indem sie humanitäre Hilfe mit politischer Optik vermischt.

Kirsty Coventry betonte auf ihrer abschließenden Pressekonferenz während der Olympischen Winterspiele Mailand Cortina die Klarheit der Olympischen Charta. „Die Olympische Charta ist sehr klar, was sie von ihren Mitgliedern erwartet, und wir werden die angebliche Unterzeichnung von Dokumenten untersuchen, schätze ich“, bemerkte Coventry und fügte hinzu, dass sie von Infantinos „prominenter und zentraler“ Rolle bei der Friedensrats-Veranstaltung nicht wusste, bis sie von Journalisten darauf aufmerksam gemacht wurde. Ihr anschließendes Engagement für eine Untersuchung, indem sie erklärte: „Jetzt, da Sie uns darauf aufmerksam gemacht haben, werden wir zurückgehen und uns das ansehen“, signalisiert den ernsthaften Ansatz des IOC, seine ethischen Richtlinien einzuhalten.

Dieser Vorfall ist kein Einzelfall in Infantinos Geschichte mit der Trump-Regierung. Im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2026, die die USA gemeinsam mit Kanada und Mexiko ausrichten werden, hat Infantino eine bemerkenswert enge Beziehung zur Regierung der Vereinigten Staaten aufgebaut. Diese Annäherung umfasst seine Teilnahme an Trumps Amtseinführung und eine Reihe hochkarätiger Besuche im Weißen Haus und in Mar-a-Lago. Kritiker argumentieren, dass ein solches anhaltendes Engagement mit einem spezifischen politischen Führer oder einer Regierung, insbesondere einem so polarisierenden wie Trump, die wahrgenommene Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der FIFA und, im weiteren Sinne, der breiteren Olympischen Bewegung gefährden könnte, angesichts Infantinos Doppelrolle als IOC-Mitglied.

Das Prinzip der politischen Neutralität ist ein Eckpfeiler der Olympischen Bewegung, das sicherstellen soll, dass der Sport eine einende Kraft bleibt, frei von parteilichen Einflüssen. Die IOC-Mitgliedschaft selbst spiegelt ein sensibles Gleichgewicht wider, darunter Persönlichkeiten wie der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, und die saudische Botschafterin in den USA, Prinzessin Reema bint Bandar Al Saud, die alle diesen strengen Neutralitätsregeln unterliegen. Das Komitee hat zuvor seine Bereitschaft gezeigt, entschlossen zu handeln, wenn dieses Prinzip in Frage gestellt wird. So riet das IOC letztes Jahr Indonesien davon ab, internationale Sportveranstaltungen auszurichten, nachdem es sich geweigert hatte, israelischen Athleten die Teilnahme an den Turn-Weltmeisterschaften zu gestatten, was die potenziellen Folgen politischer Einmischung in den Sport verdeutlicht.

Die Untersuchung von Infantinos Verhalten stellt eine kritische Prüfung für das IOC unter seiner neuen Führung dar, wobei Coventry selbst vor ihrer Wahl im März zur ersten weiblichen IOC-Präsidentin als Sportministerin in der Regierung Simbabwes tätig war. Ihr eigener Hintergrund könnte eine besondere Sensibilität für die Komplexität des Ausgleichs zwischen politischen Rollen und den Anforderungen der Sportführung mit sich bringen. Das Ergebnis dieser Untersuchung könnte weitreichende Auswirkungen darauf haben, wie internationale Sportverbände und ihre Führungskräfte in den zunehmend miteinander verflochtenen Welten von Sport, Politik und globaler Diplomatie agieren. Es wird einen Präzedenzfall für das Maß an Engagement schaffen, das für hochrangige Sportfunktionäre als akzeptabel erachtet wird, und die Grenzen der politischen Neutralität innerhalb der olympischen Familie stärken oder möglicherweise neu definieren.

Während die Sportwelt die Ergebnisse dieser Untersuchung erwartet, bleibt der Fokus auf der Gewährleistung der Integrität und Unabhängigkeit internationaler Sportorganisationen. Das Engagement des IOC für die Einhaltung seiner Charta ist von größter Bedeutung, nicht nur für seine eigene Glaubwürdigkeit, sondern auch für die universellen Werte, die es verkörpern möchte. Dieser Vorfall dient als deutliche Erinnerung an die ständige Wachsamkeit, die erforderlich ist, um den Sport vor unangemessener politischer Einflussnahme zu schützen und sicherzustellen, dass Athleten und Fans weltweit weiterhin an Wettkämpfen teilnehmen und diese genießen können, frei von externem Druck.

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