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Monday, 23 February 2026
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Iran und Russland starten gemeinsame Marineübungen inmitten des US-Drucks wegen des Atomprogramms Teherans

Marinekooperation fällt mit Genfer Gesprächen zum Atomprogra

Iran und Russland starten gemeinsame Marineübungen inmitten des US-Drucks wegen des Atomprogramms Teherans
7DAYES
4 hours ago
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Iran - Ekhbary Nachrichtenagentur

Iran und Russland starten gemeinsame Marineübungen inmitten des US-Drucks wegen des Atomprogramms Teherans

Die strategischen Gewässer des Persischen Golfs und des Golfs von Oman werden diese Woche zum Schauplatz gemeinsamer Marineübungen zwischen Iran und Russland. Dieser Schritt unterstreicht die wachsenden militärischen Beziehungen zwischen den beiden Nationen. Die koordinierte Seeoperation findet vor dem Hintergrund intensiver diplomatischer Aktivitäten statt, während US-amerikanische und iranische Beamte in Genf erneut zusammentreffen, um die Zukunft des iranischen Atomprogramms auszuhandeln. Die Übungen deuten auf eine komplexe geopolitische Landschaft hin, in der militärische Positionierung mit heiklen diplomatischen Bemühungen verknüpft ist.

Die Bestätigung der gemeinsamen Übungen kam sowohl vom russischen Verteidigungsministerium als auch von iranischen Staatsmedien am Mittwoch. Das russische Militär veröffentlichte Aufnahmen, die die Ankunft des Kriegsschiffes "Stoiky", einer Korvette der Steregushchiy-Klasse, im Hafen von Bandar Abbas, einem wichtigen Marinestützpunkt des Iran, zeigen. Eine Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums betonte, dass "russische und iranische Seeleute zusammenarbeiten, um die Sicherheit der zivilen Schifffahrt zu gewährleisten", und hob damit das erklärte Ziel der Übungen hervor.

Iranische Staatsmedien zitierten einen Sprecher der Marine mit der Meldung, dass die gemeinsamen Übungen am Donnerstag beginnen und sich über den Golf von Oman und den Indischen Ozean erstrecken werden. Der Sprecher erklärte, das Ziel sei es, "die maritime Sicherheit zu stärken und die Beziehungen zwischen den Marinen der beiden Länder zu vertiefen", ohne jedoch ein Enddatum für die Übungen anzugeben. Diese Zusammenarbeit markiert einen bedeutenden Schritt in der wachsenden Verteidigungskooperation zwischen Teheran und Moskau, einer Partnerschaft, die inmitten gemeinsamer Bedenken hinsichtlich westlicher Politik und wachsendem internationalen Druck an Dynamik gewonnen hat.

Der Zeitpunkt dieser Marine-Manöver ist besonders bemerkenswert. Iran hatte zuvor seine Absicht angekündigt, eigene Übungen durchzuführen, die eine vorübergehende teilweise Schließung der Straße von Hormuz beinhalten würden, einer kritischen Engstelle für die weltweiten Öl- und Flüssigerdgastransporte (LNG). Diese Ankündigung löste internationale Besorgnis über die Sicherheit der Energieversorgung aus und unterstrich die entscheidende Rolle der Straße für die Weltwirtschaft. Die gemeinsamen Übungen mit Russland fügen der regionalen Sicherheitsdynamik eine weitere Komplexitätsebene hinzu.

Um die trilaterale strategische Ausrichtung weiter zu betonen, erwähnte der russische Präsidentschaftsberater Nikolai Patrushev Anfang dieser Woche, dass russische, iranische und chinesische Marinen Kriegsschiffe in die Straße von Hormuz für umfassendere gemeinsame Übungen namens "Marine Security Belt 2026" entsandt hätten. Diese multinationale Marinekooperation deutet auf eine koordinierte Anstrengung hin, um in einer Region von erheblicher geopolitischer Bedeutung Macht zu projizieren und die maritime Sicherheit zu gewährleisten.

Diese militärischen Entwicklungen fallen mit Berichten über Fortschritte bei den von Oman vermittelten Atomgesprächen zusammen. US-Beamte haben Fortschritte signalisiert, doch erhebliche Herausforderungen bleiben bestehen. Der diplomatische Prozess wird von der eskalierenden Rhetorik des US-Präsidenten Donald Trump bezüglich der nuklearen Bestrebungen Irans und dessen harter Unterdrückung von regierungsfeindlichen Protesten überschattet. Während Washington und seine europäischen Verbündeten Teheran beschuldigen, Atomwaffen entwickeln zu wollen – Vorwürfe, die Iran konsequent zurückweist –, zielen die laufenden Verhandlungen darauf ab, einen Weg zurück zum Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (JCPOA) zu finden.

Parallel zu den diplomatischen Bemühungen hat das US-Militär seine Präsenz im Nahen Osten erheblich verstärkt und zusätzliche Flugzeuge und Seestreitkräfte als Teil der umfassenderen Strategie von Präsident Trump zur Ausübung von Druck auf Iran eingesetzt. Diese militärische Aufrüstung wird von Teheran als provokativer Akt angesehen. Als Reaktion darauf führten die iranischen Streitkräfte über ihren ideologischen Arm am Montag eigene Übungen in der Straße von Hormuz durch – ein Schritt, der weithin als direkte Herausforderung der militärischen Haltung der USA in der Region interpretiert wird.

Die Konvergenz gemeinsamer Militärübungen, laufender Atomverhandlungen und erhöhter militärischer Bereitschaft auf allen Seiten zeichnet ein komplexes Bild der aktuellen Situation im Nahen Osten. Während die diplomatischen Kanäle offen bleiben, unterstreichen die strategischen Manöver und Militärübungen die anhaltenden zugrunde liegenden Spannungen und die kritische Bedeutung von maritimer Sicherheit und regionaler Stabilität.

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