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Sunday, 22 February 2026
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Nevada reicht Klage gegen Kalshi ein, nachdem Bundesberufungsgericht Aufschub verweigert hat

Staatliche Regulierungsbehörden verschärfen den Rechtsstreit

Nevada reicht Klage gegen Kalshi ein, nachdem Bundesberufungsgericht Aufschub verweigert hat
7DAYES
10 hours ago
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Vereinigte Staaten - Ekhbary Nachrichtenagentur

Nevada reicht Klage gegen Kalshi ein, nachdem Bundesberufungsgericht Aufschub verweigert hat

Die Glücksspielaufsichtsbehörden von Nevada haben ihren Streit mit der Derivatebörse Kalshi vor Gericht gebracht und eine zivilrechtliche Klage eingereicht. Dieser Schritt erfolgte nur wenige Stunden, nachdem ein Bundesberufungsgericht Kalshis Antrag auf Aussetzung einer regulatorischen Entscheidung abgelehnt hatte, was Nevada effektiv erlaubt, seine rechtlichen Anfechtungen gegen die Plattform fortzusetzen. Die Klage signalisiert eine bedeutende Eskalation des anhaltenden Konflikts um die Natur der von Kalshi angebotenen Verträge.

Der Kern der Auseinandersetzung liegt in Kalshis Angebot von Event-Verträgen, insbesondere solchen, die an die Ergebnisse politischer Ereignisse wie Wahlen gekoppelt sind. Die Regulierungsbehörden von Nevada argumentieren, dass diese Verträge als illegale Wetten und nicht als legitime Finanzinstrumente fungieren, und behaupten, dass sie außerhalb des Rahmens der zulässigen Handelsaktivitäten gemäß den staatlichen Vorschriften für Finanzmärkte liegen. Sie argumentieren, dass solche Verträge spekulative Glücksspiele fördern und Risiken für Verbraucher und die Marktintegrität darstellen.

Kalshi, das darauf abzielt, eine Plattform für den Handel mit Verträgen auf der Grundlage zukünftiger Ereignisse anzubieten, hat behauptet, dass seine Produkte innovative Finanzinstrumente sind, die es Einzelpersonen ermöglichen, Risiken abzusichern oder ihre Ansichten zu zukünftigen Ereignissen auszudrücken. Das Unternehmen befand sich in einem rechtlichen und regulatorischen Kampf mit der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) über die Klassifizierung dieser Verträge. Die SEC hatte zuvor erklärt, dass auf Wahlergebnisse basierende Verträge Wertpapiere sind, die bei der Behörde registriert werden müssen.

Die jüngste Ablehnung eines Aufschubs durch das Bundesberufungsgericht war eine kritische Entwicklung. Kalshi hatte versucht, die Umsetzung der SEC-Entscheidung zu verhindern, während seine Berufung anhängig war. Die Weigerung des Gerichts, den Aufschub zu gewähren, bedeutet, dass die Feststellung der SEC, dass diese Verträge Wertpapiere sind, derzeit in Kraft ist, was den Weg für Durchsetzungsmaßnahmen auf bundesstaatlicher Ebene ebnet, wie die von Nevada eingeleitete.

Nevadas Klage ist Teil einer breiteren Bemühung staatlicher Regulierungsbehörden, ihre Autorität über Finanzmärkte innerhalb ihrer Grenzen geltend zu machen. Insbesondere der Glücksspielkontrollrat des Staates hat proaktiv Einheiten geprüft, die an Aktivitäten beteiligt sind, die als Glücksspiel ausgelegt werden könnten. Durch die Einreichung dieser zivilrechtlichen Klage zielt Nevada darauf ab, Kalshi daran zu hindern, in einer Weise zu operieren, die es gemäß den staatlichen Gesetzen für illegal hält.

Die Auswirkungen dieser Klage reichen über Nevada und Kalshi hinaus. Sie unterstreicht die komplexe und sich entwickelnde Landschaft der Finanzregulierung im digitalen Zeitalter, in der neue Plattformen und Produkte bestehende rechtliche Rahmenbedingungen ständig herausfordern. Die Unterscheidung zwischen regulierten Finanzderivaten und unregulierten spekulativen Wetten verschwimmt zunehmend und schafft ein herausforderndes Umfeld sowohl für Innovatoren als auch für Regulierungsbehörden.

Rechtsexperten gehen davon aus, dass Kalshi weitere rechtliche Wege prüfen könnte, möglicherweise Berufung beim Obersten Gerichtshof der USA einlegen oder erwägen könnte, sich bei der SEC als wertpapierbasierte Swap-Ausführungsfazilität zu registrieren, um die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Der Weg zur Einhaltung könnte jedoch mühsam und kostspielig sein und die grundlegende Natur seines Geschäftsmodells potenziell verändern.

Diese rechtliche Konfrontation unterstreicht die kritische Notwendigkeit klarer regulatorischer Richtlinien für neuartige Finanzprodukte. Da Event-Verträge an Bedeutung gewinnen, ringen die Regulierungsbehörden damit, wie sie Innovationen fördern und gleichzeitig Anleger schützen und die Marktstabilität gewährleisten können. Der Ausgang von Nevadas Klage und verwandten Bundesverfahren könnte wichtige Präzedenzfälle für die Zukunft des Handels mit Event-basierten Verträgen in den Vereinigten Staaten schaffen.

Die Situation bleibt dynamisch, wobei sowohl Kalshi als auch die Regulierungsbehörden von Nevada ihre Positionen bekräftigen. Es wird erwartet, dass die rechtlichen Auseinandersetzungen fortgesetzt werden und die regulatorische Landschaft für Event-Verträge prägen und potenziell den breiteren Finanztechnologiesektor beeinflussen.

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