Somalia — Ekhbary Nachrichtenagentur
Die humanitäre Krise in Somalia spitzt sich zu, da eine schwere Dürre Millionen von Menschen aus ihren Heimatorten vertreibt und die dringend benötigte Hilfe ausbleibt. Die ausgebliebenen Deyr-Regenfälle im September haben die Lebensgrundlagen zerstört, Nutztiere getötet und zu einer weiteren Ernteausfall geführt. Mehr als 500.000 Menschen wurden in diesem Jahr bereits vertrieben, über 90 Prozent davon aufgrund der Dürre. Dies addiert sich zu den bereits 3,3 Millionen Somaliern, die zuvor ihre Heimat verlassen mussten.
Vertreibung und Hunger
Vertriebene Familien sind dem höchsten Hungerrisiko ausgesetzt. Fatima, eine 40-jährige Frau, musste bereits fünfmal fliehen, zweimal wegen Dürre und dreimal wegen Konflikten. Sie berichtet von Verlusten von Land und Vieh und der Unfähigkeit, ihre Familie zu ernähren. Viele erreichen die Lager in Baidoa und Dollow unterernährt und erschöpft, oft mit Kindern, die zu schwach zum Gehen sind. Die Hilfe, auf die sie angewiesen sind, ist stark zurückgegangen.
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Finanzierungslücke und geringe Hilfsquote
Die Finanzierung der humanitären Hilfe in Somalia ist drastisch gesunken. Nur 14 Prozent der benötigten Gelder wurden laut OCHA bisher dieses Jahr erhalten. Somalia wurde zudem von einer globalen Hilfszusage der USA ausgeschlossen, was auf Vorwürfe von Hilfsveruntreuung und Korruption zurückzuführen ist. Die Regenzeit bietet nur begrenzte Erleichterung, da die Menschen dringend unmittelbare Unterstützung benötigen, um ihre zerstörten Lebensgrundlagen wiederaufzubauen.