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Wednesday, 28 January 2026
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Russland: Roskomnadzor gibt absichtliche Verlangsamung von Telegram-Videos zu, Duma schlägt Rettungsplan vor

Zunehmende Nutzerbeschwerden seit Anfang 2024 führen zu offi

Russland: Roskomnadzor gibt absichtliche Verlangsamung von Telegram-Videos zu, Duma schlägt Rettungsplan vor
عبد الفتاح يوسف
6 days ago
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Russland - Ekhbary Nachrichtenagentur

Der russische Föderale Dienst für die Aufsicht über Kommunikation, Informationstechnologie und Massenmedien, Roskomnadzor, hat offiziell zugegeben, absichtliche restriktive Maßnahmen umgesetzt zu haben, die zu erheblichen Verlangsamungen beim Laden von Videos in der beliebten Messaging-Anwendung Telegram geführt haben. Dieses Eingeständnis folgt auf Wochen eskalierender Nutzerbeschwerden und Medienberichte, die Leistungsprobleme mit den Aktivitäten der Regulierungsbehörde in Verbindung brachten.

Seit Anfang 2024 haben russische Telegram-Nutzer zunehmend erhebliche Verzögerungen und Pufferprobleme beim Versuch gemeldet, Videos und Multimedia-Inhalte innerhalb der Anwendung zu laden, was ihr Nutzungserlebnis stark beeinträchtigt. Diese Beschwerden haben sich auf sozialen Medienplattformen und Online-Foren verbreitet und ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Leistung der App im Land aufgeworfen.

Anfänglich bestritt Roskomnadzor jegliche Beteiligung an diesen Problemen und vermutete, dass die Ursachen interne technische Probleme von Telegram selbst oder eine Überlastung des Netzwerks sein könnten. In der vergangenen Woche kam es jedoch zu einer bedeutenden Wende, als Beamte der Behörde ihre frühere Haltung aufgaben. Sie gaben unmissverständlich zu, dass die Schwierigkeiten, die Nutzer beim Laden von Mediendateien, insbesondere Videos, erlebten, ein direktes Ergebnis gezielter, restriktiver Maßnahmen gegen den Messenger waren. Die Behörde begründete diese Maßnahmen mit der angeblichen Nichteinhaltung spezifischer russischer Regulierungsanforderungen durch Telegram, die oft die Datenlokalisierung, Inhaltsmoderation oder die Entfernung „verbotener“ Informationen gemäß russischem Recht betreffen. Dieses Eingeständnis hat erhebliche Debatten und Besorgnis unter digitalen Rechteaktivisten und der breiten Öffentlichkeit ausgelöst.

Als Reaktion auf die wachsende öffentliche Unzufriedenheit und das offizielle Eingeständnis haben Mitglieder der Staatsduma, des Unterhauses des russischen Parlaments, Diskussionen über mögliche Lösungen aufgenommen. Es wurde berichtet, dass ein „Plan zur Rettung des Messengers“ vorgeschlagen wurde, der darauf abzielt, die volle Funktionalität von Telegram für russische Nutzer wiederherzustellen. Obwohl die Einzelheiten dieses Plans noch geheim bleiben, wird angenommen, dass er entweder legislative Änderungen zur Förderung der Compliance ohne strenge Beschränkungen oder Verhandlungen mit Telegram zur Findung eines gegenseitig akzeptablen Rahmens umfasst. Einige Parlamentarier haben die Bedeutung von Telegram als wichtiges Kommunikationsmittel für Millionen von Russen betont und einen pragmatischen Ansatz gefordert, der nationale Sicherheitsbedenken und die Nutzererfahrung in Einklang bringt.

Diese Entwicklung unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen den russischen Behörden und großen internationalen Technologieplattformen. Russland hat in der Vergangenheit Beschränkungen für Internetdienste verhängt, die seine zunehmend strengeren Internetgesetze nicht vollständig einhalten. Die absichtliche Verlangsamung einer weit verbreiteten App wie Telegram, die für viele eine wichtige Quelle für Nachrichten und Kommunikation darstellt, unterstreicht das Ausmaß, in dem die Regierung bereit ist, die Kontrolle über den digitalen Raum auszuüben. Nutzer müssen mit einem langsameren Dienst zurechtkommen, während die langfristigen Auswirkungen auf die digitale Freiheit und den Zugang zu Informationen Gegenstand intensiver Prüfung bleiben. Die Situation entwickelt sich weiter, wobei der öffentliche und politische Druck für eine endgültige Lösung zunimmt. Ekhbary Portal

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