Ekhbary
Wednesday, 28 January 2026
Breaking

John Bolton über Trump: Warnungen vor Russlands Plänen

John Bolton über Trump: Warnungen vor Russlands Plänen
Ekhbary Editor
7 hours ago
24

Deutschland - Deutsche Nachrichtenagentur

John Bolton über Trump: Der frühere Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, äußert sich kritisch über die Rolle Donald Trumps in der internationalen Politik. Bolton, der seit Ronald Reagan für jeden republikanischen Präsidenten gearbeitet hat, bevor er Trumps Regierung nach 17 Monaten im Streit verließ, sieht in den aktuellen Friedensinitiativen für die Ukraine große Gefahren.

Trumps Vorschlag eines Friedensabkommens zwischen Russland und der Ukraine bis Weihnachten hält Bolton für unrealistisch. Er wertet dies als weiteren „Trump-Deadline-Versuch“, der lediglich auf eine Nominierung für den Friedensnobelpreis abzielt. Bolton warnt, dass Zugeständnisse an Russland, wie sie die Ukraine und europäische Verbündete bereits gemacht haben, ein Fehler seien. Sie könnten Russland in zwei oder drei Jahren zu einer „Invasion Nummer drei“ ermutigen, da ein solches Abkommen die Russen nicht ausreichend zurückhalten würde.

John Bolton über Trumps Ukraine-Strategie

Bolton kritisiert, dass Trump, sein Sondergesandter Steve Wittkoff und Jared Kushner die strategischen Implikationen ihrer Friedensbemühungen nicht verstehen. Ihr Hauptziel sei ein Abschluss, unabhängig von den tatsächlichen Bedingungen. Bolton sieht in den ukrainischen Zugeständnissen eine gefährliche Entwicklung, wie etwa die Möglichkeit von Wahlen in den besetzten Gebieten oder die Anerkennung einer Waffenstillstandslinie entlang der aktuellen Front. Ein Verzicht auf die NATO-Mitgliedschaft im Austausch für Sicherheitsgarantien bezeichnet er als „großen Fehler“.

Er verweist auf die Unzuverlässigkeit Trumps bezüglich Artikel 5 der NATO und bezweifelt, dass seinen Sicherheitsgarantien außerhalb des NATO-Kontextes zu trauen ist. Dies sei eine „Illusion von Sicherheit“, da es danach keine amerikanischen Truppen mehr in der Ukraine geben würde, die eine Beteiligung der USA garantieren könnten. Bolton befürchtet zudem, dass Russland einmal erlangte 20 Prozent der Ukraine niemals zurückgeben würde. Putin würde eine Feuerpause nutzen, um seine Wirtschaft und Armee wiederaufzubauen, inklusive der Schwarzmeerflotte.

Bolton glaubt, dass Putin ein Abkommen akzeptieren würde, wenn es genügend Konzessionen enthält, um Trump nicht als Narren dastehen zu lassen. Er sieht Trumps Nähe zu Putin und anderen autokratischen Führern wie Xi Jinping, Recep Tayyip Erdoğan oder Kim Jong Un in dessen Bewunderung für „starke Figuren“ begründet.

  • Trump bewundert „starke Figuren“ und ist anfällig für Manipulation.
  • Putin nutzt seine KGB-Ausbildung, um Trumps Schwächen auszunutzen.
  • Nach jedem Gespräch mit Putin tendiert Trump zur russischen Position.

Auf die Frage nach kompromittierendem Material über Trump äußert Bolton Skepsis. Er habe keine Beweise gesehen, nur Spekulationen. Für ihn ist entscheidend, dass Trump keine strategische Theorie oder Philosophie besitzt und keine kohärente Politik betreibt, was ihn leicht manipulierbar mache. „Es ist ein Deal nach dem anderen. In diesem Fall gibt Russland nichts auf“, so Bolton.

Eine kürzlich veröffentlichte US-Sicherheitsstrategie, die Europa als Amerikas wahren Gegner darstellt, beurteilt Bolton ebenfalls kritisch. Er zweifelt daran, dass Trump das Dokument gelesen hat, da es „strategisch rückständig“ sei und mehr Kohärenz suggeriere, als tatsächlich existiere.

Bolton warnt eindringlich vor den kurzsichtigen und potenziell gefährlichen außenpolitischen Ansätzen Donald Trumps, die die nationale Sicherheit der USA und die globale Stabilität untergraben könnten.

Weitere Informationen finden Sie unter: Deutsche Nachrichtenagentur