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Tuesday, 17 February 2026
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Friedensdemonstrationen: Die trügerische Hoffnung auf Putins Nachgiebigkeit

Eine kritische Analyse der Rufe nach Frieden angesichts der

Friedensdemonstrationen: Die trügerische Hoffnung auf Putins Nachgiebigkeit
7dayes
1 day ago
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Deutschland - Ekhbary Nachrichtenagentur

Friedensdemonstrationen: Die trügerische Hoffnung auf Putins Nachgiebigkeit

Während sich der brutale Krieg Russlands gegen die Ukraine seinem fünften Jahr nähert, Hunderttausende auf beiden Seiten ihr Leben verloren haben und die Bilder von der Front weiterhin grauenhaft sind, gehen erneut viele Menschen für Frieden und gegen Veranstaltungen wie die Münchner Sicherheitskonferenz auf die Straße. Diese Demonstrationen, die eine verständliche menschliche Verzweiflung angesichts des anhaltenden Leidens widerspiegeln, werfen jedoch grundlegende Fragen nach ihrer Wirksamkeit und ihrer geopolitischen Realitätsferne auf.

Der Wunsch, das Töten sofort und um jeden Preis zu beenden, ist zutiefst menschlich. Doch eine Haltung des „Friedens um jeden Preis“ ohne ein tiefes Verständnis der wahren Natur und Ziele des Konflikts kann sich als naiv und gefährlich erweisen. Parolen wie „Das Töten muss sofort aufhören, um jeden Preis!“, „Keine Münchner Sicherheitskonferenz, sondern eine Friedenskonferenz!“, „Verhandelt mit Putin!“ oder gar „Habt euch doch einfach alle lieb!“ wirken wie aus einer idealistischen Welt entlehnt, die weit entfernt ist von der Realpolitik, wie sie der Kreml betreibt.

Einige dieser selbsternannten „Radikalpazifisten“ vertreten die Ansicht, der Konflikt sei primär das Ergebnis westlicher Provokationen und einer angeblich aggressiven NATO-Ausdehnung. Dieses Narrativ, das auch von bestimmten politischen Kräften in Deutschland und Europa aufgegriffen wird, ignoriert historische Fakten und stellt eine Form der „Geschichtsklitterung“ dar. Wladimir Putin, der diesen brutalen Krieg angezettelt hat, misst Moral oder Menschenleben keinen Wert bei; er sieht Hunderttausende von Opfern lediglich als Kollateralschäden in seinem Streben nach brutaler Machtpolitik.

Viele, die vor dieser unbequemen Wahrheit die Augen verschließen und bereitwillig den Argumenten der „Putin-Versteher“ folgen, zeigen oft wenig Empathie für das Leid der Ukrainer. Ihre primäre Sorge gilt der Angst, der vermeintlich ferne Krieg könnte nach Deutschland übergreifen, falls Putin „gereizt“ werde. Diese Logik führt zu einer Ablehnung der Unterstützung für die Ukraine in ihrem Überlebenskampf und der Lieferung dringend benötigter Waffen wie der Taurus-Marschflugkörper, die weitere ukrainische Todesfälle verhindern könnten.

In dieser „Wegduck-Logik“ würde der russische Diktator dauerhaft friedlich, wenn man ihm in der Ukraine einfach gäbe, was er will. Schon nach den ersten Kriegsmonaten schlugen „Radikalpazifisten“ vor, die Ukrainer sollten sich Putin einfach ergeben, um das Sterben schnell zu beenden, und die „kleine Besatzung“ eben ertragen, bis Russland irgendwann wieder von ihnen ablasse. Doch diese Annahme ist fundamental falsch. Europa wäre nicht sicher, und Putin würde nicht aufhören. Er strebt keinen fairen Frieden an, der ihn auch nur ein Jota seines imperialistischen Fiebertraums kosten würde: zuerst die Unterwerfung der Ukraine und danach die Restauration eines russischen Großreichs mit einer neuzaristischen Einflusssphäre von Wladiwostok bis Lissabon.

Die Geschichte lehrt, dass Putin nicht nachgeben wird, wenn Europa ihm die Kehle hinstreckt. Er wird erst dann einlenken, wenn ausreichender militärischer Gegendruck geleistet wird, sowohl in der Ukraine als auch darüber hinaus. Die schmerzliche, aber unausweichliche Erkenntnis lautet: „Wer Frieden will, rüste für den Krieg.“ Selbstverständlich sollen und müssen alle diplomatischen Wege beschritten werden, um das Töten so schnell wie möglich zu beenden; irgendwann gehören dazu auch Gespräche im Kreml. Diese dürfen jedoch nicht zu Putins Bedingungen oder denen seiner kleptokratischen Freunde in Washington stattfinden, welche die Ukraine für gute Geschäfte sofort verraten würden. Sondern sie müssen zu den Bedingungen Kiews und Europas erfolgen, die die Prinzipien der Souveränität und des internationalen Rechts verteidigen.

Ein tiefes Verständnis der russischen Bedrohung und die Notwendigkeit militärischer Abschreckung, gepaart mit entschlossener Diplomatie, ist der einzige Weg zu einem dauerhaften und gerechten Frieden, der die Sicherheit und Stabilität Europas angesichts imperialistischer Ambitionen bewahrt.

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