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Friday, 10 July 2026
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Klimawandel könnte die Massenmigration der Monarchfalter bedrohen

Geeigneter Lebensraum in Mexiko könnte nach Süden wandern un

Klimawandel könnte die Massenmigration der Monarchfalter bedrohen
عبد الفتاح يوسف
2026-02-26 16:34
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Mexiko - Ekhbary Nachrichtenagentur

Klimawandel könnte die Massenmigration der Monarchfalter bedrohen

Die spektakuläre jährliche Massenmigration der Monarchfalter in Nordamerika, ein Naturphänomen, das für seine Schönheit und ökologische Bedeutung gefeiert wird, steht aufgrund des Klimawandels vor einer beispiellosen Bedrohung. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe, dass die entscheidenden Überwinterungshabitate in Zentralmexiko, die für Millionen dieser zarten Insekten lebenswichtig sind, voraussichtlich nach Süden wandern werden. Dies könnte etablierte Migrationsrouten potenziell zerbrechen und die Zukunft dieser epischen Reise gefährden.

Jeden Herbst begeben sich Millionen von Monarchfaltern (Danaus plexippus) auf eine außergewöhnliche transkontinentale Reise, die Tausende von Kilometern von ihren Brutgebieten in Kanada und den Vereinigten Staaten zu einer bestimmten Bergregion in Zentralmexiko führt. Hier versammeln sie sich auf Bäumen, ruhen sich aus und sparen Energie, bis wärmere Temperaturen im Frühling den Beginn der generationsübergreifenden Rückreise nach Norden signalisieren, die dem Wachstum der Seidenpflanze (Asclepias) folgt, ihrer einzigen Nahrungsquelle für die Larven. Dieser komplexe, über Generationen weitergegebene Zyklus steht nun unter starkem Umweltdruck.

Forscher heben in einer kürzlich in PLOS Climate veröffentlichten Studie hervor, dass Mexikos geeigneter Monarchfalter-Überwinterungshabitat bereits bis 2070 nach Süden verlagert werden könnte. Diese geografische Verschiebung stellt eine kritische Herausforderung dar: eine erheblich längere und energieraubendere Reise für die Schmetterlinge. Carolina Ureta, eine Biologin an der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko in Mexiko-Stadt, betont die Ernsthaftigkeit dieser potenziellen Veränderung. „In diesem Fall ist die Art wegen des Klimawandels nicht in Gefahr, aber die Migration könnte es sein“, erklärte Ureta und unterstrich, dass das einzigartige Migrationsverhalten und nicht die Existenz der Art direkt gefährdet ist.

Die Auswirkungen einer solchen Verschiebung sind tiefgreifend. Ein verlängerter Migrationsweg würde größere Energiereserven erfordern und könnte einige einzelne Monarchfalter dazu bringen, den nördlichen Teil ihrer Reise aufzugeben und in Mexiko zu bleiben. Während einige Monarchfalterpopulationen weltweit nicht migrieren, ist die Langstreckenmigration der nordamerikanischen Population ein bestimmendes Merkmal und ein Schlüsselelement ihrer ökologischen Rolle. Víctor Sánchez Cordero, ein Naturschutzbiologe ebenfalls von der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko, bemerkt Beobachtungen von Bürgerwissenschaftlern, dass einige Monarchfalter anscheinend im Nordosten oder Zentrum Mexikos bleiben, was der Vorstellung entspricht, dass nicht alle Monarchfalterpopulationen von Natur aus migrieren. Die Möglichkeit, dass der Klimawandel das etablierte nordamerikanische transkontinentale Migrationsmuster grundlegend verändert, bleibt jedoch ein erhebliches Anliegen.

Die nordamerikanische Monarchfalterpopulation hat bereits drastische Rückgänge erlebt. Seit den 1990er Jahren sind die Populationen in Zentralmexiko, die einst fast 700 Millionen Individuen stark waren, um mehr als 80 Prozent zurückgegangen. Dieser alarmierende Rückgang wird auf eine Vielzahl von Faktoren zurückgeführt, darunter Lebensraumverlust, der weit verbreitete Einsatz von Pestiziden, extreme Wetterereignisse und eine erhöhte Parasitenbelastung. Der zusätzliche Stress durch einen sich verlagernden Überwinterungshabitat könnte diese bestehenden Anfälligkeiten verschärfen und das Migrationsphänomen näher an einen Wendepunkt bringen.

Um die zukünftige Entwicklung dieser entscheidenden Habitate zu verstehen, setzten Ureta, Sánchez Cordero und ihr Team ausgeklügelte Computersimulationen ein. Diese Modelle sagten voraus, wo Monarchfalter unter verschiedenen Klimawandelszenarien Seidenpflanzen, die essentielle Pflanze für die Eiablage und die Ernährung der Raupen, finden könnten. Die Ergebnisse waren deutlich: Geeigneter Monarchfalter-Lebensraum könnte bis 2070 dramatisch schrumpfen, potenziell von geschätzten 19.500 Quadratkilometern auf etwa 8.000 Quadratkilometer. Entscheidend ist, dass diese Simulationen auch eine Verlagerung dieses Habitats nach Süden, weiter weg von den aktuellen Überwinterungsgebieten, anzeigten, wodurch die etablierten Migrationskorridore verlängert und fragmentiert werden.

Die Energiekosten für den Rückflug nach Norden, die bereits erheblich sind, könnten mit zusätzlicher Entfernung unerschwinglich werden. Ureta schlägt vor, dass einige Monarchfalter sich dafür entscheiden könnten, im Süden zu bleiben, was zu einer allmählichen Erosion des Migrationsverhaltens führen würde. Forscher untersuchen potenzielle Indikatoren wie die Flügelgröße, um zwischen sesshaften und migrierenden Populationen zu unterscheiden, da nicht migrierende Schmetterlinge in anderen Teilen der Welt tendenziell eine kleinere Flügelspannweite aufweisen. Dies könnte wertvolle Einblicke geben, wie sich die Population an diese Umweltdrücke anpasst oder nicht anpasst.

Die Notlage des Monarchfalters dient als starkes Symbol für umfassendere ökologische Herausforderungen, die durch den Klimawandel verursacht werden. Der Schutz dieser ikonischen Migration erfordert einen vielschichtigen Ansatz, der nicht nur den Lebensraumerhalt, sondern auch die zugrunde liegenden Ursachen der Klimastörung angeht. Die wissenschaftliche Gemeinschaft überwacht diese Veränderungen weiterhin genau und betont die dringende Notwendigkeit von Schutzbemühungen und globalen Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität und des empfindlichen Gleichgewichts der Ökosysteme unseres Planeten.

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