Vereinigte Staaten - Ekhbary Nachrichtenagentur
NASA-Administrator Jared Isaacman setzt ehrgeizigen Kurs: Wiederaufbau von Kernkompetenzen und Beschleunigung der Mondambitionen
In einem dynamischen Start seiner Amtszeit begann Jared Isaacman, der am 18. Dezember als NASA-Administrator vereidigt wurde, sofort mit einer intensiven Betriebsüberprüfung, metaphorisch gesprochen, er rannte auf dem Boden und flog in der Luft. Innerhalb weniger Wochen nach seiner Ernennung schloss Isaacman Ende Januar eine beispiellose Tour durch alle NASA-Feldzentren ab. Seine Besuche, oft an Bord eines seiner eigenen Kampfflugzeuge, geschmückt mit patriotischen und NASA-Insignien, unterstrichen einen praktischen Ansatz, indem er diverse Passagiere, von hochrangigen Verteidigungsbeamten bis zu Agenturmitarbeitern, beförderte und so ein direktes Engagement im gesamten Organisationsspektrum förderte.
Isaacmans sofortiger Fokus wurde durch eine präsidiale Durchführungsverordnung zur Weltraumpolitik, die gleichzeitig mit seiner Vereidigung erlassen wurde, weiter geschärft. Diese Richtlinie legt ehrgeizige Ziele für die NASA fest, die die Rückkehr von Menschen zum Mond bis 2028 und die Einrichtung der ersten Elemente eines Mondaußenpostens bis 2030 vorschreiben. Diese Ziele kamen zu einem Zeitpunkt, als die NASA bereits mit den beiden Human Landing System (HLS)-Anbietern, Blue Origin und SpaceX, zusammenarbeitete, um die Entwicklung ihrer Mondlandefähren zu beschleunigen. Dieses Zusammentreffen von interner Bewertung und externem Mandat hat Isaacmans strategische Vision für die Agentur geprägt.
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In einem Interview Ende Januar enthüllte Isaacman, dass, obwohl viele seiner umfassenderen Pläne, die HLS und kommerzielle Raumstationen umfassen, auf formelle administrative Antworten warteten, er bereits bedeutende interne Reformen eingeleitet hatte. Eine bemerkenswerte frühe Maßnahme war die Ankündigung einer Personalrichtlinie Anfang Februar, die darauf abzielt, zuvor ausgelagerte Arbeiten wieder ins Haus zu holen. Dieser Schritt, auf den er im Interview hingedeutet hatte, befasst sich mit einer kritischen Erkenntnis, die er aus seinen ersten Bewertungen gewonnen hat.
Seine ausgedehnte Tour und das direkte Engagement mit der Belegschaft, das durch eine „Ideenbox“ und eine „Regulierungsreformbox“ erleichtert wurde, die allen Mitarbeitern und Auftragnehmern offen standen, verschafften Isaacman ein robustes Verständnis der operativen Landschaft der Agentur. Er stellte eine überraschende Entdeckung fest: eine signifikante Erosion oder Auslagerung von Kernkompetenzen in verschiedenen kritischen Bereichen. „Mehr oder weniger 75 % unserer Belegschaft sind Auftragnehmer“, erklärte Isaacman und hob ein unerwartetes Maß an externer Abhängigkeit in Funktionen hervor, die er für die Mission der NASA als fundamental erachtet, wie Raketenstarts, der Bau von Startkomplexen, die Missionskontrolle und die Durchführung von Flugtestprogrammen für X-Flugzeuge. Er betonte die Notwendigkeit, wesentliche Expertise innerhalb der Organisation wieder aufzubauen und zu erhalten.
Auf Bedenken hinsichtlich einer schrumpfenden Belegschaft von Zivilbediensteten ging Isaacman ein, indem er die aktuelle Situation als Chance sah, neue Talente und Fähigkeiten einzubringen. Obwohl er einen Rückgang von 18.000 auf 14.000 Zivilbedienstete anerkannte, wies er darauf hin, dass die 35.000 langfristigen Auftragnehmer, die in die Agentur integriert sind, bedeuteten, dass die gesamte Personalreduzierung weniger dramatisch war, als es scheinen mag. Dennoch bleibt sein Engagement fest: „Es gibt bestimmte Fähigkeiten und Fachgebiete, die ich für die Ausführung der NASA-Mission als wesentlich erachte, die im Laufe der Jahre entweder degradiert, verloren oder ausgelagert wurden und die wir wieder aufbauen müssen.“
Eine übergeordnete Priorität für Isaacman ist die Artemis 2-Mission, die als „die wichtigste bemannte Raumfahrtmission in einem halben Jahrhundert“ bezeichnet wird. Er betonte die strengen, laufenden Flugbereitschaftsprüfungen, bei denen alle Änderungen und Deltas von Artemis 1 zu Artemis 2, insbesondere das vollständige Umweltkontroll- und Lebenserhaltungssystem (ECLSS) in Artemis 2, sorgfältig untersucht werden. Trotz einer redaktionellen Anmerkung, die darauf hinweist, dass das Interview vor der Verschiebung der Mission auf April stattfand, äußerte Isaacman Vertrauen in den energischen Fortschritt des Teams.
Isaacmans übergeordnete Philosophie befürwortet die parallele Ausführung aller Komponenten der nationalen Weltraumpolitik. Dies umfasst nicht nur Artemis 2, sondern auch die Beschleunigung der HLS- und Mondraumanzugsentwicklung, die Einrichtung früher Mondinfrastruktur durch erweiterte Commercial Lunar Payload Services (CLPS)-Programme, die Weiterentwicklung von Kernenergie und -antrieb für zukünftige Marsmissionen, die Verwaltung des Übergangs der Internationalen Raumstation und die Aufrechterhaltung der Führung in Wissenschaft und Entdeckung durch Missionen wie Dragonfly und den bevorstehenden Roman-Start. „Es gibt keine Gelegenheit für Verzögerungen“, betonte er und hob die Notwendigkeit proaktiven Engagements und Unterstützung für alle Partner hervor.
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Hinsichtlich des ehrgeizigen Ziels der Mondlandung bis 2028 bekräftigte Isaacman das Engagement der NASA, die HLS- und Raumanzugprogramme zu beschleunigen. Dies beinhaltet das Überdenken von Anforderungen, die Bereitstellung von Agenturressourcen und -expertise sowie die aktive Unterstützung von Anbietern, um den Missionserfolg sicherzustellen. Die für diese Beschleunigung notwendigen Entscheidungen, bestätigte er, „wurden bereits getroffen. Jetzt geht es nur noch um die Ausführung.“ Isaacmans erste Monate haben somit eine klare Flugbahn für die NASA festgelegt: ein erneuter Fokus auf interne Stärke, die aggressive Verfolgung von Mondzielen und ein umfassender, paralleler Ansatz für Amerikas Zukunft im Weltraum.