Ekhbary Nachrichtenagentur
Naypyidaw — Die Vereinten Nationen bestätigen, dass Myanmars Militär während einer sechsmonatigen Wahlperiode im letzten Jahr für über 700 zivile Todesfälle verantwortlich war. Dieser Prozess wurde weithin als Farce abgetan. Ein neuer Bericht des UN-Menschenrechtsbüros, der den Zeitraum von August bis Januar abdeckt, hat mindestens 702 getötete Personen verifiziert, darunter 224 Frauen und 153 Kinder. Eine erschreckende Bilanz.
Eskalierende Gewalt und schwindende Hilfe
Der Bericht umfasst die sechs Monate, seit das Militär, das vor fünf Jahren einen Putsch verübt hat, Wahlen ankündigte. Dieser Prozess wurde aufgrund des Ausschlusses wichtiger Oppositionsparteien weithin verspottet. Der Bericht warnt, dass ein Rückgang der internationalen Hilfe das Leid von Millionen Menschen in einem Land, das seit dem Putsch von 2021 in einem Bürgerkrieg steckt, offenbar noch verschärft. Große Teile des Landes stehen weiterhin unter der Kontrolle bewaffneter Oppositionsgruppen, und Luftangriffe bleiben die größte Ursache für Zerstörung und Leid.
Auch lesen
- Kunal Shah Übernimmt WhatsApp-Führung von Will Cathcart: Meta Fokussiert Indien
- Rot-rote Hitzewarnungen in Frankreich, Italien und Spanien bei erwarteten 40°C
- Musiklegende Clive Davis, Entdecker von Houston und Springsteen, stirbt mit 94 Jahren
- Russische Truppen dringen in Kostjantyniwka ein: Gefahr für den ukrainischen Donbas
- Gasexplosion in Katar: 13 Tote und Dutzende Verletzte in Ras Laffan
Opfer in Sagaing und Missbrauch der Rohingya
Die Region Sagaing erwies sich als die gefährlichste für Zivilisten, mit 191 Todesfällen, darunter 60 Frauen und 30 Kinder, während das Militär versuchte, Boden zu gewinnen. Im Oktober wurden 23 Menschen, darunter vier Kinder, getötet und über 60 weitere verwundet, als Munition Zivilisten traf, die sich vor einer Schule in Chaung-U versammelt hatten. Der Bericht verweist auch auf den Missbrauch der Rohingya, die der Zwangsanwerbung durch die Arakan-Armee sowie Tötungen, willkürlichen Verhaftungen und sexueller Gewalt ausgesetzt waren. UN-Menschenrechtschef Volker Türk beklagte, dass das Volk Myanmars von der Außenwelt scheinbar vergessen wurde.