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Tuesday, 07 April 2026
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Marco Rubio sagt im Prozess gegen ehemaligen Mitbewohner wegen Lobbyismus für Maduro aus

US-Außenminister wird zum ersten amtierenden Kabinettsmitgli

Marco Rubio sagt im Prozess gegen ehemaligen Mitbewohner wegen Lobbyismus für Maduro aus
7DAYES
1 day ago
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Vereinigte Staaten - Ekhbary Nachrichtenagentur

Marco Rubio sagt im Prozess gegen ehemaligen Mitbewohner wegen Lobbyismus für Maduro aus

In einem seltenen Gerichtsverfahren hat der US-Außenminister Marco Rubio am Dienstag im Prozess gegen einen ehemaligen Kongressabgeordneten ausgesagt, der beschuldigt wird, illegal im Namen der venezolanischen Regierung Lobbyarbeit betrieben zu haben. Diese historische Aussage macht Rubio zum ersten amtierenden US-Kabinettsmitglied seit 1983, das in einem Strafverfahren vor Gericht aussagt, und unterstreicht den hohen Stellenwert des Falls.

Der Angeklagte, der ehemalige Kongressabgeordnete aus Miami, David Rivera, wird beschuldigt, illegal im Namen der Regierung von Nicolás Maduro gearbeitet zu haben. Die Staatsanwaltschaft behauptet, Rivera habe versucht, die erste Trump-Administration zu beeinflussen, um die harten Sanktionen gegen Venezuela zu lockern. Rivera und seine Komplizin Esther Nuhfer wurden 2022 wegen Geldwäsche und der Nichteinhaltung der Registrierung als ausländischer Agent bei der US-Regierung angeklagt. Rivera hat seine Unschuld beteuert und jegliches Fehlverhalten bestritten.

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft von Florida erhielten Rivera und Nuhfer einen Vertrag über 50 Millionen US-Dollar für drei Monate Arbeit. Diese Arbeit wurde angeblich im Namen einer in den USA ansässigen Tochtergesellschaft des staatlichen venezolanischen Ölkonzerns Petróleos de Venezuela, S.A. (PDVSA) geleistet, der allgemein als Citgo bekannt ist. Die Anklageschrift besagt weiter, dass das Paar auf Anweisung der venezolanischen Regierung versucht hat, den damaligen Senator Marco Rubio – der damals Senator und entscheidend auch Rivaras ehemaliger Mitbewohner war – sowie die prominente ehemalige Beraterin des Weißen Hauses, Kellyanne Conway, zu beeinflussen.

Während der Eröffnungsplädoyers bezeichnete Staatsanwalt Roger Cruz den Fall als eine Angelegenheit von "Gier und Verrat". Er sagte der Jury: "Die Beweise werden zeigen, dass diese beiden Angeklagten für 50 Millionen Dollar einen Pakt geschlossen haben, um heimlich für Nicolás Maduro, den kommunistischen Diktator, und seinen Stellvertreter Delcy Rodriguez Lobbyarbeit zu betreiben." Rodriguez hat inzwischen die Rolle des amtierenden Präsidenten Venezuelas übernommen, nachdem Maduro Anfang des Jahres von US-Streitkräften gefangen genommen worden war, was dem Verfahren eine weitere Ebene geopolitischer Komplexität hinzufügt.

Während Rivera und Nuhfer Berichten zufolge kein Treffen mit Conway arrangieren konnten, behauptet die Anklageschrift, dass sie erfolgreich zwei separate Treffen mit Rubio arrangiert hätten. Rivera und Rubio hatten eine frühere politische Beziehung und waren gemeinsam im Repräsentantenhaus von Florida tätig. Rubio traf am Dienstagmorgen im Gericht ein und sorgte Berichten zufolge für Gelächter bei den Anwesenden, als ein Staatsanwalt ihn fragte, ob er angestellt sei. "Ich habe zwei Jobs", antwortete Rubio. "Ich bin der Außenminister der Vereinigten Staaten und der Nationale Sicherheitsberater des Präsidenten." (Hinweis: Der Originaltext impliziert, dass er "Nationaler Sicherheitsberater" gesagt hat, aber seine Rolle ist Außenminister. Der Humor rührt wahrscheinlich von der Ernsthaftigkeit seiner aktuellen Rolle her). Die Erwähnung seiner aktuellen Rolle als Außenminister ist entscheidend und unterstreicht die ungewöhnlichen Umstände seiner Aussage.

Rubios Aussage ist ein bedeutendes Ereignis, das die Herausforderungen hervorhebt, vor denen die USA bei der Bekämpfung ausländischer Einflussoperationen und der Durchsetzung ihrer Gesetze gegen nicht registrierte Agenten stehen. Der Fall befasst sich mit dem komplexen Geflecht politischer Verbindungen, finanzieller Transaktionen und mutmaßlicher Versuche, die US-Politik zu beeinflussen. Die Beteiligung eines amtierenden Außenministers, selbst als Zeuge, zieht beispiellose Aufmerksamkeit auf die rechtlichen und politischen Dimensionen des Prozesses. Es dient auch als eindringliche Erinnerung an die fortlaufende Überprüfung der politischen und wirtschaftlichen Geschäfte Venezuelas unter dem Maduro-Regime.

Es wird erwartet, dass das Verfahren fortgesetzt wird und weitere Zeugenaussagen Licht auf die mutmaßliche Verschwörung und das Ausmaß der Aktivitäten von Rivera und Nuhfer werfen werden. Das Ergebnis könnte Auswirkungen darauf haben, wie ausländische Lobbyarbeit in den USA reguliert und strafrechtlich verfolgt wird, insbesondere in Fällen, die Regime mit internationalen Sanktionen betreffen.

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