Vereinigte Staaten — Ekhbary Nachrichtenagentur
Playboy, einst eine Ikone der männlichen Fantasie, durchläuft eine tiefgreifende Transformation, um sich an die veränderten gesellschaftlichen Normen nach der #MeToo-Bewegung anzupassen. 70 Jahre nach seiner Gründung, die auf der Ausbeutung weiblicher Sexualität basierte, hat das Magazin seine Printausgabe eingestellt und die legendäre Playboy Mansion verkauft. Das Unternehmen positioniert sich neu, um die Legacy von Gründer Hugh Hefner, dessen Beziehungen zu Frauen oft von Kontrolle und Missbrauch geprägt waren, zu überwinden.
Hefners Tod im Jahr 2017 fiel kurz vor dem Aufkommen von #MeToo, was ihm eine persönliche Auseinandersetzung mit den Anschuldigungen ersparte. Playboy reagierte jedoch auf die Enthüllungen, darunter die im Doku-Zweiteiler „The Secrets of Playboy“ thematisierten Missbrauchsvorwürfe, mit einer Erklärung, die Hefners Handlungen als „abscheulich“ bezeichnete und eine Abkehr von der Hefner-Familie verkündete. Das Unternehmen betont nun Werte wie Sexpositivität und freie Meinungsäußerung.
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Die Neuausrichtung zeigt sich auch in der Belegschaft, die zu etwa 80% aus Frauen besteht, und einem neuen Motto: „Pleasure for All“ statt „Entertainment for Men“. Mit einem weiblicheren Vorstand und Management sowie der App „Playboy Centerfold“, die von den Nutzerinnen selbst gestaltete Inhalte ermöglicht, strebt Playboy danach, den männlichen Blick abzulösen und die Macht zurück in die Hände der Schöpferinnen zu legen.