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Sunday, 01 February 2026
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Abschied von einer Ikone: Catherine O’Hara, die unvergessliche Mutter aus „Kevin – Allein zu Haus“, ist tot

Die kanadisch-amerikanische Schauspielerin, bekannt für ihre

Abschied von einer Ikone: Catherine O’Hara, die unvergessliche Mutter aus „Kevin – Allein zu Haus“, ist tot
Ekhbary Editor
22 hours ago
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Deutschland - Ekhbary Nachrichtenagentur

Abschied von einer Ikone: Catherine O’Hara, die unvergessliche Mutter aus „Kevin – Allein zu Haus“, ist tot

Die Unterhaltungswelt trauert um eine ihrer hellsten und vielseitigsten Persönlichkeiten: Catherine O’Hara, die kanadisch-amerikanische Schauspielerin, die für ihre einzigartigen komödiantischen Talente und ihre unvergesslichen Rollen bekannt war, ist im Alter von 71 Jahren verstorben. Die Nachricht ihres Todes wurde von Quellen aus dem Familienkreis in den Vereinigten Staaten bestätigt, wobei die genauen Todesursachen bisher nicht öffentlich gemacht wurden. O’Haras Ableben hinterlässt eine tiefe Lücke in der Film- und Fernsehlandschaft, wo sie über vier Jahrzehnte lang das Publikum mit ihrer brillanten Darstellungskunst begeisterte und zahlreiche Auszeichnungen, darunter mehrere Emmys, gewann.

Für eine ganze Generation bleibt Catherine O’Hara unwiderruflich mit der Rolle der Kate McCallister verbunden, der liebenswerten, aber oft überforderten Mutter, die ihren Sohn Kevin (gespielt von Macaulay Culkin) in den Weihnachtsklassikern „Kevin – Allein zu Haus“ und dessen Fortsetzung „Kevin – Allein in New York“ versehentlich zurücklässt. Ihre Darstellung der panischen, aber letztlich zutiefst liebenden Mutter, die Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um zu ihrem Kind zurückzukehren, hat sich tief in das kollektive Gedächtnis eingegraben und macht sie zu einem festen Bestandteil der Feiertagskultur weltweit. Doch O’Haras künstlerisches Erbe reicht weit über diese ikonische Rolle hinaus und offenbart eine Karriere von bemerkenswerter Breite und Tiefe.

Eine Karriere voller Glanz und Wandlungsfähigkeit

In den letzten Jahren erlebte O’Hara eine späte, aber umso triumphierendere Renaissance, die ihr eine neue Generation von Fans bescherte. Dies verdankte sie ihrer Rolle als Moira Rose in der gefeierten CBC/Pop TV-Serie „Schitt’s Creek“. Über sechs Staffeln hinweg verkörperte sie Moira, eine exzentrische, ehemalige Soap-Opera-Diva, die nach dem Verlust ihres Vermögens gezwungen ist, mit ihrer Familie in einem Motel in der titelgebenden Kleinstadt zu leben. Moiras übertriebene Modestile, ihr unnachahmlicher Akzent und ihre oft verworrenen, aber stets herzlichen Monologe machten sie zu einer Kultfigur. Für diese Rolle wurde Catherine O’Hara 2020 mit einem Emmy als beste Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie ausgezeichnet, eine wohlverdiente Anerkennung für ihre Fähigkeit, eine Figur zu schaffen, die gleichzeitig absurd, elegant, verletzlich und zutiefst menschlich war.

Ihre Wurzeln in der Komödie reichen bis in die 1970er Jahre zurück, als sie ein Gründungsmitglied der legendären Improvisationstheatergruppe The Second City in Toronto war. In den 1980er Jahren wurde sie zu einer tragenden Säule der kanadischen Komödienszene, insbesondere durch ihre Arbeit an der bahnbrechenden Sketch-Comedy-Show „SCTV Network 90“. Für ihre Arbeit als Drehbuchautorin bei „SCTV“ gewann sie ihren ersten Emmy, was ihre Vielseitigkeit bereits früh in ihrer Karriere unter Beweis stellte. Ihre Fähigkeit, Charaktere zu erschaffen, die sowohl urkomisch als auch tiefgründig waren, etablierte sie als eine der führenden Stimmen im komödiantischen Bereich.

Zusammenarbeit mit Comedy-Größen und ikonische Rollen

Im Laufe ihrer Filmkarriere arbeitete O’Hara mit einigen der größten Namen der amerikanischen Komödie zusammen. Unter der Regie von Tim Burton brillierte sie in dem Gothic-Fantasy-Film „Beetlejuice“ (1988) als Delia Deetz, die exzentrische Stiefmutter der Protagonistin Lydia. Ihre Darstellung einer neurotischen Künstlerin mit einem Faible für das Makabre war ein perfektes Beispiel für ihr Talent, überlebensgroße Charaktere mit einer subtilen Menschlichkeit zu füllen. Es war auch am Set von „Beetlejuice“ im Jahr 1988, wo sie ihren zukünftigen Ehemann, den Produktionsdesigner Bo Welch, kennenlernte. Das Paar heiratete 1992 und bekam zwei Söhne, Matthew und Luke.

Ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Improvisationskünstler Christopher Guest führte zu einigen ihrer denkwürdigsten Rollen in Mockumentaries wie „Best in Show“ (2000), „A Mighty Wind“ (2003) und „For Your Consideration“ (2006). In diesen Filmen konnte O’Hara ihr außergewöhnliches Improvisationstalent voll ausspielen und Charaktere kreieren, die durch ihre Absurdität und ihren intelligenten, oft surrealen Humor bestachen. Sie wurde zu einer festen Größe in diesem einzigartigen Genre und prägte es maßgeblich mit.

Ihr letztes bekanntes Projekt war die Apple TV+-Serie „The Studio“ aus dem Jahr 2018, in der sie an der Seite von Seth Rogen spielte und für ihre Leistung erneut eine Emmy-Nominierung erhielt. Diese späte Anerkennung unterstrich ihre anhaltende Relevanz und ihre Fähigkeit, auch nach Jahrzehnten im Geschäft frische und überzeugende Darbietungen zu liefern.

Tiefe Trauer und herzliche Würdigungen

Die Nachricht von Catherine O’Haras Tod löste eine Welle der Trauer und der Wertschätzung bei Kollegen und Fans aus. Macaulay Culkin, der ihren Filmsohn Kevin McCallister spielte, teilte auf Instagram eine zutiefst berührende Botschaft: „Mama. Ich dachte, wir hätten mehr Zeit. Ich wollte mehr. Ich hatte dir noch so viel zu sagen. Ich liebe dich. Wir sehen uns wieder.“ Diese Worte spiegeln die besondere Bindung wider, die zwischen den beiden Schauspielern, auch lange nach den Dreharbeiten, bestand und die über die Leinwand hinausreichte.

Auch der Schauspieler Pedro Pascal, bekannt aus „The Mandalorian“ und „The Last of Us“, drückte seine Dankbarkeit und seinen Verlust in den sozialen Medien aus: „Ich bin dir auf ewig dankbar. Es gibt weniger Licht in meiner Welt. Diese glückliche Welt, die dich hatte und dich für immer behalten wird.“ Seine Worte zeugen von dem tiefen Eindruck, den O’Hara auf ihre Kollegen machte, nicht nur als Künstlerin, sondern auch als Mensch.

Der kanadische Sänger Michael Bublé, ebenfalls ein stolzer Kanadier, würdigte O’Hara mit den Worten: „Catherine O’Hara war einzigartig – ein seltenes Licht in dieser Welt, und ihr Tod trifft mich mit einer Schwere, die ich nicht in Worte fassen kann. Sie war nicht nur eine legendäre Künstlerin, Schauspielerin und Komikerin. Sie war eine Botschafterin Kanadas im wahrsten Sinne des Wortes: brillant, mutig, zutiefst originell und voller Menschlichkeit. Sie brachte die Welt zum Lachen, aber sie hatte auch das Geschenk, Menschen das Gefühl zu geben, gesehen und anerkannt zu werden.“ Bublés Hommage unterstreicht O’Haras Bedeutung über ihre künstlerische Arbeit hinaus als kulturelle Ikone und Botschafterin ihres Heimatlandes.

Catherine O’Hara wurde in Toronto, Kanada, als sechstes von sieben Kindern geboren und wuchs dort auf. Ihre Karriere ist ein Testament ihrer unermüdlichen Hingabe an ihr Handwerk, ihrer Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden, und ihres unvergleichlichen Talents, Charaktere zu schaffen, die das Publikum gleichermaßen zum Lachen und zum Nachdenken anregen. Ihr Vermächtnis als eine der größten Komikerinnen und Schauspielerinnen ihrer Generation wird für immer in Erinnerung bleiben und ihre Werke werden weiterhin Generationen von Zuschauern inspirieren und unterhalten. Ihr Abschied ist ein großer Verlust, aber ihr strahlendes Erbe wird weiterleben.