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Monday, 16 February 2026
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60-Jährige verliert ACA-Subventionen, ihre Krankenversicherung kostet 903 Dollar pro Monat – und sie meidet den Arzt

Das Auslaufen der verbesserten Subventionen des Affordable C

60-Jährige verliert ACA-Subventionen, ihre Krankenversicherung kostet 903 Dollar pro Monat – und sie meidet den Arzt
Matrix Bot
1 week ago
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USA - Ekhbary Nachrichtenagentur

60-Jährige verliert ACA-Subventionen, ihre Krankenversicherung kostet 903 Dollar pro Monat – und sie meidet den Arzt

Das Auslaufen der verbesserten Subventionen des Affordable Care Act (ACA) hat Millionen von Amerikanern in eine Krise der Gesundheitskosten gestürzt, die sie zu schwierigen Entscheidungen zwingt und notwendige medizinische Versorgung potenziell verzögert. Unter den am stärksten Betroffenen ist eine 60-jährige Freiberuflerin aus Colorado, deren monatliche Krankenversicherungsprämie von 265 Dollar auf 903 Dollar gestiegen ist, nachdem die verbesserten Subventionen Ende letzten Jahres ausgelaufen waren. Dieser drastische Anstieg hat ihren aktuellen Plan unhaltbar gemacht und sie dazu veranlasst, eine vollständige Kündigung der Deckung in Erwägung zu ziehen und notwendige Arztbesuche zu unterlassen.

Die Frau, die als Allie Richey identifiziert wird, arbeitet als Beraterin für Sucht-Rehabilitation. Während sie die Flexibilität und den Sinn schätzt, den ihr selbstständiges Arbeiten bietet, geht dies mit dem Nachteil einher, dass sie keine vom Arbeitgeber gesponserte Krankenversicherung hat. Fast ein Jahrzehnt lang war Richey auf den ACA-Marktplatz angewiesen und nutzte verbesserte Subventionen, die ihre Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente, Arzttermine, diagnostische Scans und Operationen erheblich senkten. Diese Subventionen waren eine entscheidende Lebensader für einkommensschwache und mittlere Amerikaner, die keinen Zugang zu arbeitgebergestützten Plänen haben, und dienten als primäre oder einzige Option für Freiberufler, Gig-Worker und Teilzeitbeschäftigte.

Die verbesserten Subventionen, die durch Gesetzgebung verlängert worden waren, liefen jedoch am 31. Dezember aus. Dieses abrupte Ende hat die Prämien für Millionen von früheren Begünstigten in die Höhe schnellen lassen. Die politischen Auseinandersetzungen um die Verlängerung dieser Subventionen waren ein wichtiger Streitpunkt während des letzten Government Shutdowns, und jüngste Bemühungen, sie wieder einzuführen, sind im Kongress ins Stocken geraten. Die Folge ist eine wachsende Zahl von Menschen wie Richey, die, oft noch bevor sie medizinische Versorgung benötigen, von steigenden monatlichen Rechnungen überwältigt werden.

Die Anmeldedaten des Marktplatzes deuten auf das Ausmaß des Problems hin. Anfang 2025 waren rund 24 Millionen Menschen in Marktplatzplänen registriert, eine Zahl, die seit dem Inkrafttreten der Subventionen im Jahr 2021 stetig gestiegen war. Dieser Trend kehrte sich jedoch im Januar um, wobei die Anmeldungen um 1,4 Millionen zurückgingen. Prognosen deuten auf einen anhaltenden Rückgang hin, da mehr Menschen, die sich die gestiegenen Kosten nicht leisten können, ihre Deckung in den kommenden Monaten wahrscheinlich aufgeben werden. Eine kürzlich durchgeführte KFF-Umfrage unterstreicht die weit verbreitete Angst vor dem Zugang zur Gesundheitsversorgung und zeigt, dass 66% der Amerikaner regelmäßig befürchten, ihren Krankenversicherungsschutz zu verlieren, wobei die Kosten für Medikamente als größerer finanzieller Stressfaktor als Wohnen oder Lebensmittel eingestuft werden.

Richey drückte ihre tiefe Verzweiflung über die Situation aus. "Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll", sagte sie Business Insider. "Ich bin 60 Jahre alt und habe keine vom Arbeitgeber gesponserte Krankenversicherung. Ich habe keinen Ehepartner. Soll ich einfach fünf Jahre warten, bis ich für Medicare qualifiziert bin? Es wird immer schlimmer und schlimmer."

Angesichts der harten Realität ihrer neuen Prämie geht Richey davon aus, dass sie ihre Versicherung wahrscheinlich in diesem Frühjahr kündigen wird. Die monatlichen Kosten von 903 Dollar sind für ihr Budget einfach nicht tragbar. Darüber hinaus beinhaltet ihr Plan eine Selbstbeteiligung von 8.000 Dollar, was bedeutet, dass sie erhebliche Kosten aus eigener Tasche tragen muss, bevor ihre Versicherung beginnt, Medikamente und Arztbesuche zu decken. Sie gab zu, dass der einzige Grund, warum sie bisher die Versicherung aufrechterhalten hat, potenzielle Notfälle waren, aber sie stellt angesichts der prohibitiven Kosten ihren Wert zunehmend in Frage.

"Ich würde niemals einen Krankenwagen rufen", sagte sie düster. "Die Kosten wären astronomisch." Diese Aussage spiegelt die wachsende Angst bei Menschen wider, die mit hohen Gesundheitskosten konfrontiert sind: die Möglichkeit, dass lebensrettende Notfalldienste finanziell ruinös werden könnten.

Um die gestiegene finanzielle Belastung zu bewältigen, hat Richey drastische Kostensenkungsmaßnahmen ergriffen. Sie hat ihr Autokredit-Zahlungsdatum verschoben, auf Restaurantbesuche und gesellschaftliche Veranstaltungen verzichtet, ihre Lebensmitteleinkäufe reduziert und alle Streaming-Abonnements gekündigt. Um zusätzliches Einkommen zu generieren, hat sie mehr Kunden angenommen, ist aber weiterhin besorgt über ihre Studienkreditrückzahlungen, die über 1.000 Dollar pro Monat betragen und unter den aktualisierten Regeln der Trump-Administration bald wieder beginnen sollen.

Die monatliche Prämie von 903 Dollar, insbesondere für einen Plan, den sie kaum nutzen kann, belastet sie schwer. "Das ist viel Geld, 903 Dollar für einen Plan, den ich im Grunde nicht nutzen kann, und zu denken, dass dies der billigste Plan war, den ich wählen konnte", beklagte sie. Dies unterstreicht das Paradoxon, mit dem viele konfrontiert sind: eine beträchtliche Summe für eine Versicherung zu zahlen, die aufgrund hoher Selbstbeteiligungen und begrenzter Deckung für Routinebedürfnisse nur geringe praktische Vorteile bietet.

Um die steigenden medizinischen Ausgaben zu bewältigen, hat Richey alternative Zahlungsmethoden ausprobiert. Sie bezieht eines ihrer regulären Medikamente über Mark Cubans CostPlus Drugs Programm, das Direktvertriebspreise anbietet. Sie bezahlt auch gelegentlich Gesundheitsdienstleister in bar, um die Komplexität von Versicherungsansprüchen zu vermeiden. Schon vor der jüngsten Prämienerhöhung hatte Richey erhebliche medizinische Kosten zu tragen, darunter laufende Zahlungen für eine Operation vor einigen Jahren und frühere Schwierigkeiten, Anbieter innerhalb ihres Netzwerks zu finden. Der Verlust der ACA-Subventionen stellt jedoch eine besondere und ernstere Herausforderung dar, die sie aktiv nach nachhaltigen Lösungen suchen lässt, um sicherzustellen, dass sie die notwendige Gesundheitsversorgung erhalten kann, ohne finanziell ruiniert zu werden.

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