Ekhbary Nachrichtenagentur
Zürich — Die FIFA untersucht einen Offiziellen der Weltmeisterschaft, nachdem dieser vor dem Spiel zwischen Deutschland und Curacao, das Deutschland mit 7:1 gewann, eine Handgeste gemacht hat. Der betreffende Offizielle, der australische Schiedsrichter Shaun Evans, der als VAR-Supervisor tätig war, erschien im offiziellen Broadcast, als das Videobeweis-Team gezeigt wurde, und machte ein umgedrehtes 'OK'-Zeichen in die Kamera. Die Anti-Diskriminierungs-Organisation Fare, ein langjähriger FIFA-Partner, forderte Evans' Ausschluss vom Turnier und erklärte, die Geste ähnele eindeutig einem Symbol, das in rechtsextremen Kreisen als Zeichen der weißen Macht verwendet werde. Die FIFA bestätigte, dass sie den Vorfall untersucht und eine Erklärung von Evans einholt. Das 'OK'-Zeichen wird seit Jahrzehnten zur Anzeige von Zustimmung verwendet, doch seine Interpretation ist in den letzten Jahren aufgrund von Online-Kampagnen, die es mit rechtsextremen Symbolen in Verbindung brachten, umstritten geworden. Viele Aktivistengruppen und Medien haben die Geste in ihre Listen von 'hasserfüllten' Symbolen aufgenommen. Der Vorfall hat die Debatte über die Verwendung von Symbolen und deren Interpretation in globalen Sportveranstaltungen neu entfacht und Bedenken hinsichtlich der Überwachung und Schulung des beteiligten Personals aufgeworfen.