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Mutterschaft in Filmen: Hölle statt Idylle

Mutterschaft in Filmen: Hölle statt Idylle
Ekhbary Editor
1 day ago
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Brasilien - Agencia de Notícias

Die Darstellung der Mutterschaft im aktuellen Kino malt ein düsteres Bild, das die emotionale und psychische Belastung des Elternseins in den Vordergrund stellt. Drei Filme – "If I Had Legs I’d Kick You", "Die My Love" und "Nightbitch" – malen die Mutterschaft buchstäblich "mit den Farben der Hölle". Der Autor kritisiert diese Entwicklung, die eine frühere, oft unrealistische Verklärung nun durch eine ebenso fehlerhafte Darstellung von pathologischem Terror ersetzt.

Die Filme stellen Männer oft als nutzlos oder gar bösartig dar, unfähig zu Empathie oder Unterstützung. In einem der Filme führt das Trauma der Mutter so weit, dass sie sich in einen Hund verwandelt – eine Metapher für den extremen emotionalen Verschleiß, der mit der Elternschaft einhergehen kann. Dies steht im Gegensatz zu älteren Darstellungen, die Mutterschaft oft idealisiert haben, ohne die realen Ängste, Herausforderungen und Verzweiflung widerzuspiegeln.

Die Psychologisierung der Erfahrung

Der Autor sieht in dieser neuen, extrem negativen Darstellung eine Folge der "psychologisierten Erfahrung". Diese bedeutet vereinfacht ausgedrückt, dass fast jede Erfahrung – selbst alltägliche Dinge wie das Studium, die Ehe, die Arbeit oder Kinderkriegen – als potenzielles traumatisches Risiko behandelt wird, das einen Menschen zerstören könnte. Dies treffe nicht nur auf Grenzfälle zu, sondern auch auf alltägliche Lebenssituationen.

Emotionen wie Traurigkeit, Angst oder Sorge werden oft vorschnell als Symptome einer psychischen Erkrankung abgetan, obwohl sie in vielen Fällen eine normale Reaktion auf die Widrigkeiten des Lebens sein können. Diese Tendenz zur Überdiagnose und Pathologisierung wird am Beispiel von "Übergangstherapeuten" verdeutlicht, die einst britischen Politikern angeboten wurden, um ihnen bei der Anpassung an ein Leben nach dem Parlamentssitz zu helfen.

Diese "therapeutische Kultur" führt dazu, dass das Leben nicht mehr gelebt, sondern nur noch "überlebt" wird – die Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter, das Altern, die Beziehungen zu Familie und Freunden, sogar Feiertage. Alles wird mit der Angst vor Trauma belegt.

Der Autor betont, dass Mutterschaft keine angeborene Berufung oder Verpflichtung ist. Eine erfüllte Existenz kann auch ohne Kinder möglich sein. Er warnt jedoch davor, dass Frauen, die sich Kinder wünschen, durch diese "therapeutische Kultur" verunsichert werden könnten. Er plädiert stattdessen für die Idee einer "ausreichend guten Mutter", wie sie der Kinderarzt und Psychoanalytiker Donald Winnicott beschrieb.

Eine "ausreichend gute Mutter" erfüllt die grundlegenden Bedürfnisse: Sie ist präsent, bietet eine stabile Umgebung und strebt nicht nach Perfektion. Winnicott beschrieb die Mutterliebe als "ziemlich grobes Geschäft", das Besitz, Appetit, aber auch Großzügigkeit und Demut beinhaltet, frei von Sentimentalität. Während das frühere Kino durch übermäßige positive Sentimentalität sündigte, sündigt das heutige Kino durch negative Sentimentalität. Beide Darstellungen scheinen die alltägliche, "ausreichend gute" Realität des Lebens nicht zu tolerieren.

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